Sonntag, 30. November 2014

1. Advent oder Im Schnee [Duohta Vuohta]
























[Fotos: Duohta Vuohta]

Oh, so schön kuschelig! Drinnen brennt die erste Kerze auf dem Adventskranz. Und draußen ist es eisig kalt. Aus Lappland kommt das Modelabel Duohta Vuohta. Im Repertoire: Mäntel, Jacken, Handschuhe: handgefertigt am Polarkreis. Mit kuscheligem, nachhaltigem Fellbesatz und fein bestickt. Der Winter kann kommen!*** [Auch wenn das seinen Preis hat: Mantel/ 12.500 Euro, Handschuhe/ 450 Euro, Jacke/ 1900 Euro]

www.duohtavuohta.com

Mittwoch, 26. November 2014

Parcours der Abscheulichkeiten [Abriss-Atlas Berlin]



























[Fotos: C. Hoff]

Beinahe tränen einem die Augen ob so vieler architektonischer Abscheulichkeiten. Egal ob Neues Kranzler Eck, Hotel Motel One, Alexa, Leipziger Platz oder Aufbau-Haus. Berlin ist nicht immer eine Reise wert. Oder gerade doch? Der eben erschienene Abriss-Atlass Berlin jedenfalls ließe sich gut zum Stadtführer der etwas anderen Art umfunktionieren, auch weil er so schön handlich ist. Dass Hässlichkeit viel interessanter ist als das ewig Schöne, das zeigen auch die Texte im Buch. Sie reiben sich am gebauten Mittelmaß und "geben ihre Favoriten zum Abriss frei" wie es so schön heißt im Prolog. Deshalb wird die Galerie am Alexanderplatz mal schnell zum "Kaufhaus des Führers" gemacht, der Diplomatenpark mutiert zum "Playmobil für Neureiche" und der Spreebogen ist leider nur ein "Ungers für Arme". Doch dass selbst Siegessäule, Brandenburger Tor und Berliner Dom von den Autoren zum Abriss vorgeschlagen werden, da dürfte manch einem Berliner oder Berlin-Zugereisten dann doch das Herz bluten. Und Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht hässlich wäre. Oder? 

So ungewöhnlich das Sujet, so klassisch die Gestaltung des dunkelblau in Leinen gebundenen Buchs, das mit einer in Gold geprägten, schwingenden Abrisskugel auf sich aufmerksam macht. Innen links ein Foto der meist sachlichen Art, rechts ein kurzer Text, je nach Autor mehr oder weniger pointiert. Apropos Autoren. Versammelt zur Abrissprobe haben sich unter anderen illustre Köpfe wie Niklas Maak und Friedrich von Borries. Die finden übrigens, dass dieses Buch auf den Tisch und nicht ins Regal gehört. Also einpacken und los geht es auf den Parcours der architektonischen Berliner Abscheulichkeiten! csh  

Abriss-Atlas Berlin
Hrsg. von Stefan Becker, Stephan Burkoff & Jeanette Kunsmann
Hardcover/ Blauer Leineneinband/ Prägung in Gold
Format 135 x 200 mm/ 128 Seiten/ 50 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-9817010-0-5


Lesetipp: Auf 26.000 Füßen


 













[Foto: Bata Shoe Museum; Designlines]

Sie besitzt mehr als 13.000 Paar Schuhe. Indianische Mokassins mit Perlenstickereien, mongolische Fellstiefel, indische Panuka und High Heels von Manolo Blahnik. Sonja Bata hat so viele Schuhe, dass sie sogar ein Museum dafür braucht. Wir trafen die leidenschaftliche Schuhsammlerin in Toronto, sprachen mit ihr über das Universum Schuh, spazierten durchs Museum und inspizierten das Depot. Weiterlesen:

www.designlines.de

Montag, 24. November 2014

Verrückt nach Schuhen [Bata Shoe Museum, Toronto]








































[Fotos: C. Hoff]

Frauen lieben Schuhe! Deshalb lieben sie auch dieses Museum in Toronto, das 13.000 Paar Schuhe versammelt. Fellboots der kanadischen Inuit, mit Perlen bestickte Mokassins der nordamerikanischen Indianer, High Heels von Manolo Blahnik, mörderische Plateauschuhe von Elton John, Flipflops vom Dalai Lama. All diese Schuhe kann man sehen im Bata Shoe Museum in Downtown Toronto. Besonders faszinierend ist das Depot im Keller des Museums mit weiteren Trouvaillen aus allen Kulturen der Welt und ganz verschiedenen Jahrhunderten. Zusammengetragen hat diese einzigartige Sammlung Sonja Bata aus der gleichnamigen Schuh-Dynastie. Chapeau!

www.batashoemuseum.ca

Licht [Toronto, Queen Street]


 [Foto: C. Hoff]

Dienstag, 18. November 2014

Perspektive [CN Tower, Toronto]



































[Fotos: C. Hoff]

Perspektiven wechseln. Auch wenn er immer derselbe ist. Ein Ding aus Stahlbeton. 553 Meter hoch. Steht er über der Stadt und doch mittendrin. Von überall ist er zu sehen. Manchmal verdeckt, manchmal nur der obere Teil, manchmal nur zu erahnen. Zuweilen brutal. Und sehr direkt. Dann plötzlich schön, wie verschwommen. Vom Nebel oder den Schneeflocken. Drinnen Stimmengewirr. Ein Fahrstuhl, rasend schnell. Menschen vor den Fenstern, sich spiegelnd in den Scheiben. Suchend nach dem, was sie zu (er-)kennen glauben. 

www.cntower.ca