Samstag, 27. September 2008

Donnerstag, 25. September 2008

Lesetipp: Da wo das Leben spielt







[Fotos: Wiedemann Werkstätten/Designlines]

Sogar die Kinder kommen in dieser Küche auf ihre Kosten. Denn auf der großen Wandtafel – eigentlich eine Schiebetür zur Vorratskammer –, darf nach Herzenslust gemalt, gekrakelt und gekritzelt werden. Oder der Koch notiert mit weißer Schulkreide, welche Zutaten er im italienischen Feinkostladen an der Ecke noch schnell besorgen muss. Manchmal ist die Alliance zwischen Praktischem und Dekorativem eben ganz einfach. Beton, Eiche und Schichtstoff sind die hauptsächlich verwendeten Materialien in der Küche dieses Konstanzer Einfamilienhauses: Sie allein reichen aus, um den Raum zwar wohnlich, aber zugleich gestalterisch überzeugend einzurichten. Entwurf und Ausführung der Küche stammen von den im bayerischen Höchstätt ansässigen Wiedemann Werkstätten. Zum Weiterlesen:

http://www.designlines.de/praxis/Da-wo-das-Leben-spielt_642344.html?bildnr=1

Ausstellungstipp: Walt Disneys wunderbare Welt und ihre Wurzeln in der europäischen Kunst







[Fotos: Hypo-Kulturstiftung/Disney Enterprises]

Noch bis zum 25. Januar 2009 findet in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München die Ausstellung "Walt Disneys wunderbare Welt und ihre Wurzeln in der europäischen Kunst" statt.

Die faszinierende, multimediale Ausstellung bietet überraschende Einblicke in die Bildwelt des Meistererzählers Walt Disney (1901-1966). Jeder kennt die großen Klassiker des Zeichentrickfilms, wie Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937), Fantasia (1940) oder Das Dschungelbuch (1967). Dennoch bemerken nur die wenigsten, wie tief die Bilder dieser Filme in der europäischen Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurzeln. In der Gegenüberstellung von Originalzeichnungen, Malereien, Figurmodellen und Filmausschnitten des frühen Disney Studios (1928-1967) mit Gemälden und Skulpturen von Künstlern der deutschen Romantik, des französischen Symbolismus, der Viktorianischen Malerei und des Surrealismus zeigt die Ausstellung konkrete Verbindungen zwischen der populären und der hohen Kunst, zwischen Literatur und Film sowie zwischen der amerikanischen und europäischen Kultur. [Text Museum]

http://www.hypo-kunsthalle.de/

Lesetipp: Einsam? Dreh die Heizung auf!

http://www.zeit.de/einsam-kalt-psychologie?page=all

Samstag, 20. September 2008

Freitag, 19. September 2008

Ausstellungstipp: Raub und Restitution



[Foto: Jüdisches Museum]

Bis zum 25. Januar 2009 findet im Jüdischen Museum Berlin die Ausstellung "Raub und Restitution" statt.

Auch sechzig Jahre nach Kriegsende sind Raub und Restitution von Kulturgut aus jüdischem Besitz brisante Themen. Die Zahl der offenen Fragen und ungeklärten Fälle ist groß, die Meinungen sind kontrovers. Die Ausstellung »Raub und Restitution« zeichnet die historischen Abläufe, Zusammenhänge und Folgen dieses europaweiten Raubzuges der Nationalsozialisten nach. Im Mittelpunkt stehen der Weg einzelner Kulturgüter, die während der NS-Zeit ihren jüdischen Besitzern entzogen wurden - von Gemälden und Bibliotheken über Porzellane bis hin zu Silberarbeiten und Privatfotografien - und die Schicksale ihrer Eigentümer. Neben bekannten Namen wie der Familie Rothschild oder dem Kunsthändler Jacques Goudstikker werden auch in Vergessenheit geratene Sammlungen wie die Judaica-Sammlung von Siegmund Nauheim oder die Sammlung historischer Musikinstrumente der Pianistin Wanda Landowska vorgestellt.

Die Ausstellung richtet ihren Blick aber auch auf die Akteure und Profiteure des Raubes. Sie beleuchtet NS-Organisationen wie den »Sonderauftrag Linz« oder den »Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg« und thematisiert die unrühmliche Rolle von Museen, Bibliotheken und Kunsthändlern. Nicht zuletzt fragt die Ausstellung nach den Versäumnissen und Unzulänglichkeiten der Restitutionspolitik in den 1950er Jahren und den damals nicht befriedigten Ansprüchen, die heute die aktuelle Debatte prägen. [Text: Jüdisches Museum]

http://www.jmberlin.de/raub-und-restitution/de/home.php

Donnerstag, 18. September 2008

Buchtipp: Der Architekt, der Koch und der gute Geschmack







[Fotos: Birkhäuser Verlag/Designlines]

In knallrotes Leinen ist dieses Buch gebunden. Auf dem vorderen Buchdeckel nichts weiter als Titel- und Herausgeberangaben und ein kleines Piktogramm mit orangefarbigen Löffel und Reißschiene, mittig platziert. Diese stilisierten Werkzeuge weisen bereits darauf hin, um was es in diesem 160 Seiten umfassenden Buch, das von Petra Hagen Hodgson und Rolf Toyka herausgegeben wurde, geht: um die vielgestaltigen Zusammenhänge von Architektur, Nahrung und Kochen. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/feel/Der-Architekt-der-Koch-und-der-gute-Geschmack_641507.html?bildnr=4

Observation

Was ihn ärgert: Dass er das Leben nicht einfach genießen kann. Und vielleicht ist es genau dieser Ärger, dass er das Leben nicht einfach genießen kann.

[Rolf Dobelli]

Samstag, 13. September 2008

Ausstellungstipp: 50 Jahre Le-Corbusier-Haus







[Fotos: C. Hoff]

Noch bis Mitte Oktober 2008 kann man einige Wohnungen im Le-Corbusier-Haus in der Flatowallee im Berliner Neu-Westend besichtigen. Das Hochhaus feiert seinen 50. Geburtstag, denn es wurde zur Internationalen Bauausstellung 1958 in der Nähe des Olympiastadions errichtet. Eine Wohnung wurde komplett mit LC-Möbeln eingerichtet, in einer anderen findet eine Foto-Ausstellung statt, eine Einzimmer-Wohnung besticht oder erschreckt durch 50er-Jahre-Klimbim, die langen Flure und gefängnisartigen Eingangstüren lassen einen fragen, ob man hier wirklich wohnen möchte. Interessant ist eine Besichtigung allemal, insbesondere die zweistöckigen Wohnungen mit den hinter Glas-Schiebetüren "versteckten" Küchen (mit Einbaumöbeln), innenliegenden Badezimmern und Balkonen, die teilsweise wunderbare Blicke auf Stadt und Natur bieten.




Freitag, 12. September 2008

Plattenbauten in Dresden









[Fotos: C. Hoff]

Lesetipp: Sinnlichkeit, Lust und Fantasie - Der Architekt und Designer Josef Frank







[Fotos: Svenskt Tenn / Designlines]

Bunt. Verschwenderisch. Gemütlich. Das sind wohl die ersten Vokabeln, die einem in den Sinn kommen, wenn man die Möbel von Josef Frank betrachtet. Und man mag es kaum glauben, dass sein Werk zeitgleich mit dem des Bauhauses entstand. So anders schaut es auf den ersten Blick aus. Nicht so sehr Franks architektonisches Werk – insbesondere das „Haus Beer“ in Wien und das Doppelhaus in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung lassen sich mit ihren schneeweißen Kuben sogleich in die 1920er Jahre verorten, aber seine Interieurs. Sie sind so anders als das, was man gemeinhin mit dem Design der 1920er Jahre verbindet, dass sie neugierig machen. Wer war dieser Mann, der 1886 in Baden bei Wien das Licht der Welt erblickte und sich noch heute, insbesondere in Schweden, so großer Beliebtheit erfreut? Ganz zu schweigen von dem Einfluss, den er auf das skandinavische Design nahm. Zum Artikel:


http://www.designlines.de/feel/Sinnlichkeit-Lust-und-Fantasie_638499.html

Freitag, 5. September 2008

Podcast: The Ramp Movie

Schön skurril ...

http://www.rampenfest.com/

Lesetipp: Petersilia, Abstrakta, Maizena & Co.







[Fotos: E. A. Seemann Verlag/C. Hoff]

Bauhaus und Essen? Bauhaus und Gesundheit? Nicht unbedingt das, was man gemeinhin mit dem Leuchtturm des deutschen Designs assoziiert. Wenn schon Essen und Bauhaus, dann am ehesten die mit Marcel-Breuer-Hockern ausgestattete Bauhaus-Kantine in Dessau, die eleganten Tee-Services von Marianne Brandt oder die schlichte Keramik von Theodor Bogler. Alles schön ästhetisch steril. Wer dachte, das sei überall am Bauhaus so gewesen, dem wurde ein Bär aufgebunden. Und der hat noch nichts von den Essgewohnheiten einiger Bauhäusler gehört. Die erstaunen noch heute und lassen uns mitunter auch ein wenig erschrocken zurückweichen. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/feel/Das-Bauhaus-isst_620275.html