Samstag, 29. Mai 2010

Dennis Hopper +



[Foto: http://www.artquotes.net/masters/warhol_andy/dennis-hopper-1971.htm]

Andy Warhol
Dennis Hopper
1971

Podcast: Zuhause bei Stefano Giovannoni

Montag, 24. Mai 2010

Lieblingsort: Dufttunnel von Olafur Eliasson in der Autostadt in Wolfsburg









[Fotos: C. Hoff]

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Ausstellungstipp: Progetti e Oggetti - Alessi











[Fotos: Die Neue Sammlung/ Alessi]

Bis zum 19. September 2010 findet in der Neuen Sammlung in München die Ausstellung "Progetti e Oggetti - Alessi" statt.

Einer der ganz Großen des Designs – Alessandro Mendini – kuratiert und gestaltet für Die Neue Sammlung einen Rückblick auf die jüngsten 30 Jahre italienisches Design. Mendini fokussiert seine Ausstellung auf einen Protagonisten der Szene: das Unternehmen Alessi, das sich vom kleinen metallverarbeitenden Betrieb zur weltweit agierenden Ideenfabrik wandelte. Nicht nur mit seinen Produkten, sondern vor allem durch seine stilprägenden Ideen, Aktionen und Metaprojekte schrieb Alessi europäische Designgeschichte und ist Auslöser für Reflektionen über die Zukunft des Designs.

Alessandro Mendini spielt seit den 70er Jahren als Designer, Architekt und Theoretiker eine zentrale Rolle für die Entwicklung des italienischen Designs. Seine ungewöhnlichen, radikalen Ideen ließen ihn zum Vordenker und Impulsgeber der gestalterischen Avantgarde werden. Mendini gründete Gruppen wie Global Tools und Alchimia, leitete die bedeutendsten italienischen Designzeitschriften und verhalf mit seinen Theorien des Banal- und Re-Designs der Postmoderne zum Durchbruch. Universalität und Poesie kennzeichnen seine utopischen Visionen und stehen für ein Werk, das immer wieder die Grenzen zwischen den verschiedenen Künsten überschreitet.

Mit Alberto Alessi, der 1970 in den Familienbetrieb einstieg, arbeitet Mendini seit Ende der 70er Jahre zusammen – „eine Beziehung, die an diejenige von Peter Behrens mit der AEG erinnert“ (Alberto Alessi) – und ist für das Unternehmen als Architekt, Graphic und Product Designer, Designmanager und Berater tätig … und – als Geschichtsschreiber.

Die Designtradition bei Alessi, die von dem berühmten Tee- und Kaffeeservice „Bombé“ aus der unmittelbaren Nachkriegszeit über das „Bel Design“ der 50er und 60er Jahre und die Postmoderne bis zum pluralistischen Design der jüngsten Zeit reicht, bindet Mendini in kritischer Reflektion in sein Ausstellungskonzept ein und wirft damit zugleich ein Schlaglicht auf die Entwicklung des Designs in Italien. Besonders charakteristisch sind dabei die sogenannten Metaprojekte wie „Tea & Coffee Piazza“ (1983), oder „Tea & Coffee Towers“ (2003), in denen – ähnlich wie in den 50er Jahren – „reine“ Architekten eine klassische Designaufgabe gestalteten, wobei die Entwürfe jedoch als „multiples“, als Liebhaberobjekte präsentiert wurden.Mendinis Konzeption geht jedoch über die früheren Projekte des Unternehmens hinaus und richtet sich auch auf die Gegenwart mit ihren gewaltigen Umbrüchen: „We indeed believe that the set of issues characterizing Alessi now can be read within the frame of the many motions for change that are urgently pressing the design industry in different parts of the world these days.“

Damit thematisiert Mendini allgemeine Designstrategien und Problemstellungen des heutigen Designs, so etwa Nachhaltigkeit, Energiebilanz, Wiederverwertung, neue Technologien und Produktionsprozesse etc., aber auch Aspekte der kulturellen Dynamik zwischen Ost und West und die veränderte Ästhetik einer von raschen Wechseln geprägten globalisierten Welt.Diese Vorstellungen flossen in das neue Metaprojekt „Alessi der Zukunft“ ein: eine Art hypothetisches, soziokulturelles Szenario, das schließlich echte neue Projekte hervorbringen kann, so Alberto Alessi. Mit dem Unternehmen entwickelte Mendini die Anforderungen oder Hypothesen für ein Design der Zukunft. Daraus entstanden zehn weiterführende Projekte, die vielfach in Zusammenarbeit mit neuen Designern erarbeitet wurden. Die Objekte zeigen im Vergleich mit den Designklassikern von heute die veränderten Prämissen für kommende Entwicklungen, die als Herausforderung für das italienische Unternehmen ebenso wie für das Design weltweit interpretiert werden. Die Arbeit in der Traumfabrik geht weiter … [Text: Museum]

Freitag, 14. Mai 2010

Buchtipp: Frida Kahlo - Das private Adressbuch



[Foto: Koehler&Amelang]

Schon zu Lebzeiten war Frida Kahlo (1907-1954) eine Legende. Nicht zuletzt der Spielfilm "Frida" machte sie 2002 weltweit bekannt. Zu ihren Bewunderern und Verehrern gehörten Heinz Berggruen, André Breton, Tina Modotti, Georgia O'Keeffe, Pablo Picasso und Leo Trotzki. Viele dieser Namen trug sie in ihr Adressbuch ein, das nun erstmals veröffentlicht wird. Mit ihm erschließt sich der private Kosmos der mexikanischen Malerin. Aus der Fülle der Materialien geht eindrucksvoll hervor, wie sehr Frida Kahlo trotz ihrer schweren Krankheit das Leben und die Menschen liebte, Männer wie Frauen gleichermaßen. [Text: Verlag]

Christine Fischer-Defoy (Hrsg.)
Frida Kahlo - Das private Adressbuch
240 Seiten
72 farbige und 22 s/w-Abb.
10,5 x 18 cm
Hardcover
EUR [ D ] 14.95
Erscheinungsdatum: 2010
Verlag: Koehler&Amelang
ISBN 978-3-7338-0367-4

http://henschel.txt9.de/

Donnerstag, 6. Mai 2010

Ausstellungstipp: Ernst Ludwig Kirchner - Retrospektive











[Fotos: Städel Museum]

Bis zum 25. Juli 2010 findet im Frankfurter Städel Museum die Retrospektive Ernst Ludwig Kirchner statt.

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Brücke" und einer der bedeutendsten Künstler des Expressionismus, hatte prägenden Einfluss auf die Kunst der klassischen Moderne. Das Gesamtwerk des Malers, Grafikers und Bildhauers würdigt das Städel Museum nun mit der ersten, 170 Werke umfassenden Retrospektive in Deutschland seit 30 Jahren.

"Ich staune über die Kraft meiner Bilder im Städel", schrieb Kirchner am 21. Dezember 1925 in sein Tagebuch. Kirchners Beziehungen zum Städel und zu Frankfurt waren eng. In Frankfurt fand 1916 nicht nur eine der ersten Kirchner-Ausstellungen überhaupt statt, das Städel war auch das erste Museum, das 1919 Gemälde von Kirchner erwarb. Aufbauend auf der hauseigenen Kirchner-Sammlung, die mit zahlreichen Hauptwerken zu den bedeutendsten weltweit zählt, präsentiert die Ausstellung Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Den Gemälden und Arbeiten auf Papier werden Skulpturen und Kunsthandwerk Kirchners zur Seite gestellt, um so den Facettenreichtum seines Œuvres zu veranschaulichen.

Neben Werken aus den klassischen Etappen der "Brücke-Zeit" mit ihren Aktdarstellungen, den Arbeiten aus den vom Großstadtleben bewegten Berliner Jahren mit den Straßenszenen, den Gemälden, welche die Existenzängste im Ersten Weltkrieg widerspiegeln, sowie den Davoser Arbeiten mit Sujets der Schweizer Bergwelt werden auch das weniger bekannte Früh- und Spätwerk des Künstlers vorgestellt. Letztere, kontrovers diskutierte Arbeiten im "Neuen Stil", die durch kompromisslose Flächigkeit und einen hohen Abstraktionsgrad überraschen, werden in Frankfurt erstmals in vollem Umfang gemeinsam mit seinen Hauptwerken zu sehen sein. Bemerkenswert ist dabei, dass sich der Künstler in seinem Frühwerk vor allem durch die französische Kunst inspirieren ließ. Die Retrospektive ermöglicht einen neuen Blick auf die verblüffende Modernität Kirchners, dessen exzessives Leben in seiner Kunst auf unvergleichliche Weise seinen Niederschlag fand.

Für das Ausstellungsprojekt konnten großartige Leihgaben aus vielen internationalen Museen wie dem Centre Pompidou in Paris, der Pinakothek der Moderne in München, dem Kirchner Museum Davos, dem Brücke-Museum und der Neuen Nationalgalerie in Berlin, dem Moderna Museet in Stockholm und dem Museum of Modern Art in New York gewonnen werden. [Text: Museum]

http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1

Podcast: Della Valle Bernheimer

Lese- und Ausstellungstipp: Olafur Eliasson - Innen Stadt Außen











[Fotos: Designlines/ Olafur Eliasson]

Aus dem Martin-Gropius-Bau in Berlin tritt Rauch hervor. Das rote Feuerwehrauto steht bereit und Olafur Eliasson schaut gebannt auf die Fassade mit dem Lüftungsschlitz. Diese überraschende Szenerie bot sich dem Besucher letzten Montag, kurz bevor die Ausstellung „Innen Stadt Außen“ eröffnet wurde. Da wird sich doch nicht etwa ein Unglück ereignet haben? fragte der besorgte Beobachter. Nein, denn zum Glück entpuppte sich der vermeintliche Rauch beim Gang durch die Ausstellung als Nebel, den Eliasson für eine seiner Licht-Installationen braucht. Zum gesamten Artikel: