Mittwoch, 26. Januar 2011

Lesetipp: LivingKitchen 2011 – Köln legt nach











[Fotos: Designlines]

Mailand bekommt Konkurrenz, zumindest was die Küche angeht. Die Köln Messe zeigte sich dieses Jahr risikobereit und lancierte parallel zur imm und als Konkurrenz zur Eurocucina eine Messe für Küchen, Einbaugeräte und Zubehör – LivingKitchen genannt. Keine so schlechte Idee, ist Deutschland doch das Land der Küchen- und Elektrogerätehersteller – auch wenn steigende Billigimporte aus China den Unternehmen die Sorgenfalten auf die Stirn zeichnen. Doch das Kalkül ging auf: Als am Sonntag die Tore der Messe geschlossen waren, fiel das Fazit am Rhein durchweg positiv aus. Weiter zum Artikel:

http://www.designlines.de/feel/LivingKitchen-2011-Koeln-legt-nach_1481411.html

Sonntag, 23. Januar 2011

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Ausstellungstipp: Zeitgeist + Glamour













[Fotos: NRW-Forum Düsseldorf]

Zeitgeist + Glamour
Die Jahrzehnte des Jetset
bis 15. Mai 2011 im NRW-Forum Düsseldorf

Ein neues Zeitalter scheint angebrochen, eine „Revolution der Jugend”: neue Gesichter, unerhörte Musik, ungewöhnliche Schönheiten, ein Wandel von Mode, Stil und Geschmack, ein anderer „way of life”. Jeder will dabei sein und alle mischen sich, das süße Leben und das der Subkultur, Glamour und Kunst und intellektuelle Strömungen.

Das NRW-Forum Düsseldorf zeigt in 400 Fotografien die Quintessenz der Schweizer Nicola Erni Collection, die sich auf Fotos der 60er und 70er Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts fokussiert. Über den Weg des Visuellen, des Fotografischen erschliesst sich im musealen Zusammenhang auch eine gesellschaftliche Revolution: Der gesellschaftliche Wandel dieser beiden Dekaden ist bestimmt durch die Medienkultur; überhaupt ist Kultur die treibende Kraft dieser Zeit. Der gesellschaftliche Wandel, auch als „Wertewandel“ deklariert, wurde geprägt durch Medien, Musik, Jugend- und Protestkultur.

Die Verbindung von Pop Art und Popmusik, von kultureller Rebellion und Rockmusik, von Sexualität und Wohlstand, von Normverletzung und Marketing bestimmte jene Dekaden, konstatiert der Popkultur-Theoretiker Thomas Hecken. Die Grenzen zwischen Hochkultur und Pop, zwischen Design und autonomer Kunst, zwischen Nonkonformismus und Fun wurden erfolgreich und spektakulär übertreten und durch die sich neu aufstellenden Massenmedien in alle Welt verbreitet. Mode, Film, Architektur bilden eine neue Ästhetik der Zukunft aus, der Jet wird zum Symbol einer neuen Zeit, und bringt neue Orte auf die Landkarte des Tourismus, Airports sind die neuen Icons. Die Werbung trägt den „Duft der großen weiten Welt“ selbst in die entlegendste Ortschaft.

„Demokratischer Wandel“ ist das Schlagwort, dem sich auch die Yellow Press nicht verschliessen kann und der zeigt sich im Niederreissen jener Schranken, die bislang soziale Klassen trennte. So entstand eine neue gesellschaftliche Elite aus Schriftstellern, Schauspielern, Musikern aus High und Low, Modemachern, Werbeleuten, Fotografen vermischt mit Adeligen, Bankern, Reedern, Erben … eben der traditonellen Geld-Elite.

Tom Wolfe beschreibt die neue Gesellschaft als eine Pop Society, die sich über die Medien formatierte. Sie schafft problemlos den Spagat zwischen Hochkultur und Avantgarde, zwischen Protestkultur und Jet Set, zwischen alternativen Lebensformen und einer Boheme des Wohlstandes. Die Fotografie und der Film sind das Medium dieses Zeitpunktes. In Ihnen zeigt sich eine janusköpfige Gesellschaft von ihren beiden Seiten: Pressefotos setzen erfolgreich Andy Warhols Diktum um, dass jeder für 15 Minuten berühmt sein könne. Pressefotos stimulieren die Gesellschaft zum erfolgreichen Protest gegen den Vietnamkrieg.

Die Ausstellung bietet ein Kaleidoskop von Lebensformen der 60er und 70er Jahre, das sich konzentriert auf die „Szenen“ der Metropolen der westlichen Welt. Sie führt in die Zentren des Jetset, die Côte d’Azur und St. Moritz, nach Paris, London, Rom, New York. Heute kennt man viele der Protagonisten, damals waren es junge Playboys, Kreative, Visionäre – so sieht man Gunther Sachs, Brigitte Bardot, Andy Warhol, aber auch Truman Capote oder den jungen Karl Lagerfeld. Heute kennt man auch die inzwischen großen Fotografen, die damals ihren Ruf begründeten: Richard Avedon, David Bailey, William Klein, Jeanloup Sieff oder Francesco Scavullo, Robert Mapplethorpe, Lord Snowdon oder Andy Warhol. Und natürlich die großen Paparazzi wie Ron Galella oder Edward Quinn – eine Gradwanderung zwischen musealer Fotografie und Pressefotografie. [Text: Museum]

http://www.nrw-forum.de/

Donnerstag, 20. Januar 2011

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Messevorbereitung bei Hering Berlin, imm cologne 2011









[Fotos: C. Hoff]

Unterwegs auf der imm cologne 2011

























[Fotos: C. Hoff]

Lesetipp: Ins Schwarze getroffen











[Fotos: Designlines/ Annette Kisling, Berlin]

Kurfürstenstraße Ecke Potsdamer? Nicht gerade eine Berliner Traumadresse, geben sich doch hier seit Jahrzehnten zuweilen zwielichtige Gestalten die Klinke in die Hand. Doch innerhalb weniger Jahre hat sich der Schöneberger Kiez in der Beliebtheitsskala der Kreativen ganz nach oben gespielt. Für Stephanie Kurz, eine der Gründerinnen von Stan Hema – einer Agentur für Markenführung – ist diese Gegend bereits heute „mehr Mitte als Mitte“. Grund genug, den befreundeten Architekten Thomas Bendel für einen Büroausbau zu engagieren und loszulegen. Herausgekommen ist ein Raumkontinuum, das unter anderem durch eine minimalistische Küchenzeile mit etwas sprödem Charakter begeistert. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/praxis/Ins-Schwarze-getroffen_1481339.html

Freitag, 14. Januar 2011

Ausstellungstipp: Verner Panton


[Foto: Verner Panton/ Vitra]

15.01.11- 28.02.11
Nordische Botschaften, Berlin

Modernes und zeitgenössisches dänisches Möbeldesign

Der Name Verner Panton steht wie kein anderer für visionäres Möbel-Design und einen historischen Wandel in der Farb- und Formgestaltung. Zehn Jahre nach seiner letzten Ausstellung in Deutschland zeigt die Dänische Botschaft zum ersten Mal eine der breiten Öffentlichkeit bisher nicht zugängliche Sammlung aus seltenen Original- Möbeln und Objekten. Ebenfalls zu sehen sind junge dänische Designer wie Busk+Hertzog, Tine Mouritsen, Kvadrat und Hay Furniture, die beweisen, wie groß Pantons Einfluss auf das zeitgenössische Design ist.Von Pantons Frühwerk wie dem Tivoli-Chair, seinem ersten seriell gefertigten Stuhl von 1955, den er für den berühmten Kopenhagener Tivoli-Vergnügungspark entworfen hat, bis zum Spätwerk mit dem Panto Swing (1994) zeigt die Ausstellung vor allem seltene und wenig bekannte Möbel und Textilien. Pantons Arbeiten werden in der Ausstellung anderen prägenden Werken des internationalen Möbeldesigns anschaulich gegenübergestellt. Möbelproduzenten wie Vitra, Verpan, &tradition und Grid Montana zeigen mit Neuauflagen berühmter Panton-Klassiker, wie zeitlos und modern diese Möbel noch heute sind. [Text: Nordische Botschaften]

http://www.nordischebotschaften.org/

Lesetipp: Wie die Nudel zum Schmetterling wurde











[Fotos: C. Hoff/ Designlines]

Canelloni, Tortellini oder Spaghetti kennt ein jeder. Schon ganz anders sieht es aus mit Quadretti, Vermecellini oder Passatelli. Und doch haben sie eines gemeinsam: Sie munden ganz wunderbar, insbesondere in Kombination mit der richtigen Sauce. Gemeint ist die Pasta, die es in unzähligen Formen, Farben und Geschmäckern gibt. Und Italien ist noch immer der Himmel auf Pasta-Erden. Weiter zum Artikel:

http://www.designlines.de/feel/Wie-die-Nudel-zum-Schmetterling-wurde_1478657.html

Sonntag, 9. Januar 2011

Buchtipp: Das Universum der Dinge



[Foto: Zsolnay]

Konrad Paul Liessmann
Das Universum der Dinge
Zur Ästhetik des Alltäglichen
Fester Einband, 208 Seiten
Preis: 17,90 Euro
Zsolnay 2010

Einst schuf man mit den eigenen Händen die Dinge, die zum Leben notwendig waren. Schneider, Schlächter, Schmiede und Gerber arbeiteten um die Ecke, waren sichtbar und hörbar. Dann brachten Mechanisierung und Industrialisierung zuerst das Handwerk zum Verschwinden, später zogen die Fabriken weg; in der heutigen Gesellschaft bewirken Automatisierung und Globalisierung, dass niemand mehr zu sagen weiß, wie die Dinge unseres täglichen Bedarfs überhaupt zustande kommen. Der durch seine "Theorie der Unbildung" bekannt gewordene Philosoph Konrad Paul Liessmann beschreibt in seinem neuen Buch das Universum der Dinge in unserem Alltag - eine Philosophie der Alltagserfahrung. [Text: Verlag]

http://www.hanser-literaturverlage.de/

Produktvorstellung: Gummidepot



Samstag, 8. Januar 2011