Samstag, 30. Juli 2011

Podcast: Ernst May 1876-1970

"Ernst May. Neue Städte auf drei Kontinenten" Ausstellung in Frankfurt/ Main (Audio) - dradio.de - Fazit - Episode 2448867

Podcast von Deutschlandradio zur Ausstellung
Ernst May 1876-1970
im Deutschen Architekturmuseum (DAM)
in Frankfurt a. M.

Ausstellungstipp: Ernst May 1876-1970






[Fotos: DAM]

Ernst May (1886–1970). Neue Städte auf drei Kontinenten
Ausstellung bis 6. November 2011

im Deutschen Architekturmuseum (DAM), Frankfurt a. M.

Zum 125. Geburtstag von Ernst May am 27. Juli 2011 präsentiert das DAM die erste Gesamtübersicht zum Wirken des Architekten und Stadtplaners. May begann seine Architektentätigkeit in Frankfurt um 1912 und leitete schon bald in Schlesien einen umfangreichen Wohnungs- und Städtebau. Nach seiner Rückkehr an den Main entwickelte er ab 1925 das international anerkannte Experiment "Das Neue Frankfurt", in dessen Rahmen auch die "Frankfurter Küche" entstand. Im großen Stil plante er dann ab 1930 in der UdSSR neue Städte für die Industriezentren. Es folgte ein zwanzigjähriges Exil im kolonialen Ostafrika, bevor er 1954 nach Deutschland zurückkehrte, um noch ein Spätwerk in Gestalt zahlreicher Großsiedlungen umzusetzen.

Die Entwicklung der Gartenstadtidee, des typisierten Wohnungsbaus und des Trabantensystems zeigen Mays herausragendes Engagement für die Moderne. Mays Wirkungsfeld erstreckte sich über drei Kontinente und über sehr unterschiedliche politische Systeme. Sein Leben ist damit auch als spannungsreiche politische Biographie zu lesen. Die Ausstellung zeigt alle Stationen von Mays Wirken anhand von Fotografien, Plänen, Modellen, Filmen und einer 3D-Projektion. [Text: Museum]

http://www.dam-online.de/

Begleitprogramm:

http://www.dam-online.de/uploads/DAM_MAY_BP_110721_w.pdf

Produktvorstellung: Marburg Wallcoverings















[Fotos: Marburg Wallcoverings]


http://www.marburg.com

Freitag, 29. Juli 2011

Buchtipp: Contemporary Design in Scandinavia




[Foto: DOM Publishers]

David Sokol
Contemporary Design in Scandinavia
Zeitgenössisches Design in Skandinavien
DOM Publishers
ca. 400 Seiten, über 350 Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86922-160-1

Kurzer Blick ins Buch:

Donnerstag, 28. Juli 2011

Webtipp: Joon & Jung











[Fotos: Joon & Jung]


http://joonjung.com

Lesetipp: Der Herr der Vulkaninsel











[Fotos: © Archivo Fundación César Manrique]

Karg ist es hier, richtig karg. Kein Wunder, besteht die kanarische Insel Lanzarote doch aus massivem Vulkangestein. Es wächst nicht viel und wenn, muss es mühsam kultiviert werden. Einen interessanten Kontrast zum dunklen Lavagestein bildet die schneeweiße, kubische Inselarchitektur. Verschachtelte Häuser mit den für den spanischen Süden typischen Patios und tiefgrünen Fensterklappen – das ist die Architektur, die César Manrique (1919-1992) seit seiner Kindheit faszinierte. Schützenswert, dachte sich der auch im Umweltschutz engagierte Architekt und Künstler und setzte sich vehement für die Erhaltung von Kultur und Natur seiner Geburtsinsel ein. Und nicht nur das – er bescherte dem Ferienparadies auch noch einige seiner schönsten Bauwerke. Dazu gehört das von Manrique restaurierte Castillo San José samt eines modernen Anbaus, in dem sich ein Restaurant und eine Bar befinden. Zum ganzen Artikel:

http://www.designlines.de/praxis/Der-Herr-der-Vulkaninsel_1666605.html

Mittwoch, 20. Juli 2011

Produktvorstellung: Notizbücher von Christian Haas











[Fotos: Christian Haas]

http://www.haasdesign.de

Ausstellungstipp: Geschmack







[Fotos: Kunsthalle Baden-Baden]


Ausstellung "Geschmack: der gute, der schlechte und der wirklich teure"
bis 9. Oktober 2011 in der Kunsthalle Baden-Baden

Die erste Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden unter der Leitung von Johan Holten mit dem Titel GESCHMACK – der gute, der schlechte und der wirklich teure setzt sich mit der Frage auseinander, ob gängige Kategorien von Geschmack heute noch brauchbar sind, und welche Bedeutung sie innerhalb der zeitgenössischen Kunst haben. Antworten formulieren Künstler wie John Bock, Josephine Meckseper, Katharina Grosse oder das Designerduo M/M (Paris). Ein Exkurs in die Zeit um 1800, als die ersten Bildergalerien in Deutschland eingerichtet wurden, bietet zudem die Chance, dem traditionellen Auftrag einer öffentlichen Institution wie der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden – der Geschmacksbildung – nachzuspüren und Entwicklungslinien zu erkennen.

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung gilt zeitgenössischen Positionen wie sie John Bock zur Diskussion stellt. In seiner Modenschau mit 53 ausgefallenen bis absurd anmutenden Entwürfen, die nun erstmalig als Installation präsentiert werden, richtet der Künstler den Blick auf die Suche der Modeindustrie nach immer neuen und damit oft auch immer absurder wirkenden Formen. Die Wahl-New Yorkerin Josephine Meckseper scheint uns nahe zu legen, dass es weder um einen guten, noch um einen schlechten, sondern heute vor allem um den teuren Geschmack geht. Meckseper präsentiert drei Arbeiten, in denen unterschiedliche Gegenstände in der Art ihrer Präsentation so verändert werden, dass sie wie Luxus-Accessoires einer Schaufensterauslage anmuten. Sowohl billige Klobürsten, wie auch Hammer und Sichel überkreuz gelegt, scheinen sich dafür gleichermaßen zu eignen. Auch Martin Parr hat sein Kameraobjektiv auf die Auswirkungen der globalisierten Konsumgesellschaft gerichtet. Die Fotografien aus der Serie „Luxury“ entstanden am Rande von Poloturnieren in Dubai oder der Millionärsmesse in Moskau. Dabei geht es nicht zuletzt um die Dekonstruktion von Kategorien des Geschmacks.

Mit Leihgaben aus der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe verbildlicht die Ausstellung exemplarisch, dass Landschaftsmalerei um 1800 Genuss und Schönheit suggerieren sollte, und zugleich moralisches und geschmacksbildendes Lehrstück war. Weitere historische Exkurse verdeutlichen, wie der idealistische Glaube, die Gesellschaft mit schönen Formen positiv beeinflussen zu können, noch bis in die 1960er Jahren erhalten blieb. Malereien des dänischen Malers Poul Gernes, der Farbe als visuelle Medizin betrachtete und die utopischen Stadtentwürfe des Niederländers Constant zeigen, dass sich Schönheitsideale im Laufe der Zeit zwar radikal veränderten, die Kategorien des jeweils Guten und Schlechten aber dennoch aufrechterhalten wurden.Seit dem Aufkommen von Pop-Art ist das nicht mehr der Fall. Heute kann Anselm Reyle Motiv-Vorlagen wie Pferdebilder aus einem Malen-nach-Zahlen Buch in aufwändig hergestellte Sammlerstücke verwandeln. Der 1966 in Schanghai geborene Zhou Tiehai kann 160 kleinformatige Ölgemälde mit einem Motivspektrum präsentieren, das von Süßspeisen bis zu entblößten Frauenhintern reicht. Indem er den Bilderkanon westlicher Kunstgeschichte als Material für scheinbar wahllose Zusammenstellungen nutzt, unterläuft er gängige und eingeübte Kategorien der westlichen Geschmacksbildung. Am Ende des Rundgangs mag daher durchaus das Gefühl entstehen, dass die Kategorisierung von Geschmack heute mehr denn je durch die kommerzielle Verwertbarkeit visueller Zeichen ersetzt worden ist. [Text: Museum]

http://www.kunsthalle-baden-baden.de/

Donnerstag, 14. Juli 2011

Podcast: Baklava in Istanbul



[Podcast: Youtube]

Lieblingsort + Reisetipp: Am Tegernsee



Lesetipp: Fast Food der anderen Art







[Fotos: Designlines]

Ein Sandwich zur Hauptmahlzeit? Klingt nicht unbedingt verführerisch, mag sich manch einer denken, der trockene Brötchen belegt mit Pressschinken im Kopf hat. Ganz anders in Barcelona: Im noblen Stadtviertel Eixample hat mit Fastvínic ein Restaurant eröffnet, das Fast Food zur Kunst erhebt und aus der Schmuddelecke befreit. Noch dazu ist dieser Speisetempel ökologisch ausgerichtet – vom Essen bis hin zum Interior-Design. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/praxis/Fast-Food-der-anderen-Art_1659443.html

Sonntag, 10. Juli 2011