Samstag, 26. April 2008

Lieblingsort: De la Warr Pavilion






[Fotos: http://www.cambridge2000.com/]

Der Pavillon wurde 1935 als Kulturzentrum von den Architekten Erich Mendelsohn und Serge Chermayeff im englischen Bexhill-on-Sea in East Sussex errichtet. Auftraggeber war der 9. Earl de la Warr. 2005 wurde das stromlinienförmige Gebäude komplett saniert. Die Inneneinrichtung wie der rote Stuhl wurde aus diesem Anlass vom Designbüro BarberOsgerby neu gestaltet. Die modernistische Stahl-Beton-Konstruktion sollte den Menschen von Bexhill-on-Sea Kultur- und Freizeitvergnügen bescheren. Und so ist es auch heute: Hier befindet sich eine der größten Galerien zeitgenössischer Kunst in Großbritannien, Cafés und Restaurants sowie eine Außenterrasse, die einen wunderbaren Blick aufs Meer bietet.

Pavillon:

http://www.delawarrpavilion.com/Error.htm?aspxerrorpath=/default.aspx

Designbüro BarberOsgerby:

http://www.barberosgerby.com/

Artikel zur Architektur des Pavillons:

http://www.architectureweek.com/2006/1129/culture_1-1.html

Donnerstag, 24. April 2008

Lesetipp: Am Hang







[Fotos: Yes Architecture/Designlines]

Gespannt, was es mit diesem Haus am Hang auf sich hat? Dann hier nachlesen:

Ausstellungstipp: Carrousel



[Fotos: KUB]

Im Kunsthaus Bregenz findet bis zum 1. Juni 2008 die Ausstellung "Carrousel" des deutschen Künstlers Carsten Höller statt, der letztes Jahr mit seinen Rutschen in der Tate Modern in London für Furore sorgte. Nun ein sich drehendes Hotelzimmer in Bregenz, in dem man sogar übernachten kann für jeweils freitags oder samstags von abends 18.30 Uhr bis morgens 8.30 Uhr. So kommt man in den Genuss des einzigartigen Erlebnisses, die Ausstellung und das Kunsthaus Bregenz eine Nacht lang für sich allein zu haben. Preis für ein oder zwei Personen: 250 Euro. Das »Drehende Hotelzimmer« im dritten Stockwerk des Kunsthauses besteht aus vier übereinander angeordneten Glasscheiben, die in Zeitlupe und für den Benutzer kaum merklich in verschiedene Richtungen kreisen. Es ist mit allem Komfort eines Hotelzimmers, mit Schlaf- und Arbeitsbereich ausgestattet. Die Möbel wurden nach Plänen von Carsten Höller von den Bregenzerwälder Tischlereibetrieben Bereuter und Mohr gebaut.

Zum Museum:

Mittwoch, 23. April 2008

Podcast: "bist eulen"

Ernst Jandl live ist nicht zu toppen!

http://www.randomhouse.de/dynamicspecials/jandl/movie_bisteulen.html

Schönheit, anders gesehen



Félix Vallotton
Gesäßstudie, um 1884
Öl auf Leinwand, 38 x 46 cm
Privatbesitz [Courtesy Fondation Pierre Gianadda, Martigny]

Unterwegs in Spanien und Mexico



[Fotos: C. Hoff]

Veranstaltungshinweis: Reinventing Harbour Cities

"Urban Planning and Art in the Public Space" - So nennt sich eine Konferenz, die am 10. April und 25. Mai 2008 im Center for Icelandic Art in Reykjavik stattfindet. Teilnehmer sind u. a. Vito Acconci, Olafur Eliasson und Ute Meta Bauer.

Harbour cities have long been formed by industrialization, shaped by international trade and constantly confronted with the untamed power of the ocean. Today, these cities compete on a global stage as they create new identities, new images to attract foreign business and tourists. As the industrial zones of business harbours are moving out of city centers to the outskirts of towns, prime waterfront areas are opening up for the development of commercial, residential, and leisure spaces. It is about revitalization of entire districts, a constant restructuring of city life, rejuvenating individual and community engagement with and within the urban environment, or in short: Reinventing Harbour Cities. Culture-measured in part by avant-gardist concepts and perspectives, architectural attractions and artist works- plays a significant role in creating cities' new identities. Recently built concert houses and museums are emergent landmarks, parks and squares have become the stages for various art forms and performances, and all are important links to the social life of inhabitants and visitors alike.

This international conference aims to open such a discussion by focusing on urban development and the role of art in public spaces of harbour cities. The development, privatization, and changing identities of cities that have grown as a result of their seaside locations present critical challenges for urban planners as well as for artists living and working within these cities. As private companies and investors have increasing power in terms of reinventing urban landscapes both physically and culturally, this presents a crucial opportunity for artists to reconsider their own potential to help shape public space. [Pressetext, gekürzt]

Sonntag, 20. April 2008

Ausstellungstipp: Annemarie Schwarzenbach





[Fotos: Museum Strauhof]

"Eine Frau zu sehen" - Diese Ausstellung über die Schweizer Journalistin, Literatin und Reisende findet noch bis zum 1. Juni im Zürcher Museum "Strauhof" statt, dann vom 13. Juni bis 27. Juli im Literaturhaus Berlin statt:

Samstag, 19. April 2008

ottos mops

ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso
otto holt koks
otto holt obst
otto horcht
otto: mops mops
otto hofft
ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott

[Ernst Jandl, der künstliche baum]

Nackt, fast



[Fotos: C. Hoff]

Immer wieder schön: "Nu à l'écharpe" des Schweizer Künstlers Félix Vallotton im Musée des beaux-arts in La Chaux-de-Fonds:



Donnerstag, 17. April 2008

Lesetipp: Rendezvous in der Wohnküche





[Fotos: Designlines]

Viel Platz zur Essenszubereitung, interessante Gespräche mit Freunden, gemütliches Beisammensein? Klingt gut, zumal es schon immer so war, dass sich auf Partys alle Gäste in der oft zu engen Küche tummelten. Enge war gestern, heute wünscht man sich mehr Platz. Deshalb rückt die Küche langsam aber sicher in den Mittelpunkt der Wohnraum-Gestaltung. Die Wohnküche vereint verschiedene Funktionsbereiche wie Essenszubereitung, Essensaufnahme und Wohnen in einem – meist geräumigen – Raum. Die Küchenhersteller haben sich einiges ausgedacht, um dem Trend zur Wohnküche nachzukommen und neue Design-Ideen ausgetüftelt. Die Küche wird zum Wohn- und Erlebnisraum, der aktiv bewohnt und offen gezeigt wird. Hier geht's zum Artikel:

der tagesplan

gestern machte ich mir einen tagesplan für heute
heute stehe ich auf und schaue lange nicht darauf
es steht darauf was noch nicht getan ist
und noch heute soll das alles getan werden
und wer soll es sein der das tut
diese frage ist nicht gut
und die antwort darauf auch nicht

[Ernst Jandl, der gelbe hund]

Mittwoch, 16. April 2008

Webtipp: Redesign Arch+



[Fotos: Arch+]

Der Designer Mike Meiré hat die Architektur-Zeitschrift "Arch+" redesignt. Hier kann man Sie schon mal online durchblättern:

http://www.archplus.net/splash.php

Freitag, 11. April 2008

Webtipp: Wolfgang Tillmans



[Foto: http://www.creativereview.co.uk/crblog/wp-content/uploads/2006/12/tiga-3-weeksblog.jpg]

Auf der Website des deutschen Fotografen Wolfgang Tillmans kann man sich einige seiner Ausstellungskataloge/Bücher als pdf-Datei herunterladen:

http://www.tillmans.co.uk/

Literaturtipp: Zettel's Traum



[Foto: Arno-Schmidt-Stiftung]

"Zettel's Traum" - das Monumentalwerk von Arno Schmidt erschien 1970. Auf der Website der Arno-Schmidt-Stiftung kann man jeden Tag einen Zettel lesen:


Donnerstag, 10. April 2008

Produktvorstellung: Swiss Card Lite







[Fotos: Victorinox]

Groß bzw. klein und flach wie eine Kreditkarte ist die Swiss Card Lite von Victorinox, bekannt vor allem für ihre unverwüstlichen multifunktionalen Schweizer Messer. Die Swiss Card Lite beinhaltet unter anderem Brieföffner, Schere, Pinzette, Lupe, Stecknadel, LED-Leuchtdiode, Kugelschreiber und Schraubendreher.

Mittwoch, 9. April 2008

Lesetipp: Der Himmel über Berlin







[Fotos: Hotel Ellington/Designlines]

Ein Hotel mitten in Berlin, das die Atmosphäre der Zwanziger Jahre atmet:

Ausstellungstipp: Radical Advertising





[Fotos: http://www.radicaladvertising.de/]

Im NRW-Forum Düsseldorf findet bis zum 26. August 2008 die Ausstellung "Radical Advertising" statt. Themengebiete sind unter anderem: Sex sells, Visual kidnapping, No Logo, Culture Jamming, Brand Hacking. Zu den beteiligten Künstlern gehören Daniele Buetti, Barbara Kruger und Maurizio Cattelan. Auf der Website des NRW-Forums sind auch einige Podcast zum Thema anzusehen.


Montag, 7. April 2008

Lesetipp: Berühr mich



[Foto: C. Hoff]

Im aktuellen Heft von NZZ Folio zum Thema "Die Sinne" schreibt Anja Jardine Erquickliches, Wissenwertes, Erstaunliches und Berührendes zum Tastsinn unter dem Titel "Berühr mich":

http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/74b5eae1-59a0-49fa-a12d-612ccfb9ce04.aspx

Samstag, 5. April 2008

Freitag, 4. April 2008

Veranstaltungstipp: Fetisch und Konsum

18. April 2008, 20.00 Uhr
Vortrag von Wolfgang Ullrich

Jenseits des Fetischismus. Dingkultur im Konsumismus

Wer den Konsumismus als Fetischismus beschreibt, spricht einen doppelten Verdacht aus. So wird in ihm einerseits ein diffus- religiöses, vor jeder Aufklärung stehendes magisches Phänomen vermutet, andererseits aber bringt man den Konsumismus in Nähe zum Pathologischen: Ist er nicht eine Macht, die emotionale Abhängigkeiten und perverse Prioritätenverschiebungen erzeugt? In Vokabeln wie "Markenkult" und "Kaufrausch" artikuliert sich dieser doppelte Verdacht - der aber vielleicht auch nur ein Ressentiment ist. Auf jeden Fall - das ist der Ausgangspunkt des Vortrags - verlegt die Gleichung von "Ware" und "Fetisch" den Blick auf alternative Beschreibungen des Konsumismus. Warum etwa sollten dessen Produkte nicht als Zeugnisse einer Hochkultur gewürdigt werden? Und was passiert, wenn man Konsumgüter als Gipfelpunkte wissenschaftlicher Erkenntnis, als Instrumente der Selbstreflexion oder als real gewordene Wünsche erörtert? [Text: Schloss Solitude]

Wolfgang Ullrich ist Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen zählen "Habenwollen. Wie funktioniert die Konsumkultur?" (Frankfurt am Main 2006).

Zum Veranstaltungsort:

http://www.akademie-solitude.de/

Produktvorstellung: Stillleben aus Glas






Matti Klenell gestaltet neben Glasobjekten, die oft Einzelstücke sind, auch Lampen und Möbel. Bisher hat er für Unternehmen wie Muuto, David Design und Moooi gearbeitet. Hier geht's zur Website des Stockholmer Designers Matti Klenell:

Donnerstag, 3. April 2008

Du bist die Mitte meines Lebens, Liebling

Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Du Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Wir

[geklaut aus: Brand Eins, Themenheft "Extreme", 1/2008]

Lieblingsort: Villa Liebermann am Wannsee





[Fotos: C. Hoff]

Am Großen Wannsee hatten Industrielle und Intellektuelle um die Jahrhundertwende prächtige Villen in der "Villenkolonie Alsen" errichten lassen. Man fuhr von Berlin mitsamt Bediensteten in die Sommerfrische. So auch der Maler und Berliner Secessions-Gründer Max Liebermann. Nun endlich wurde seine Villa mit dem Reform-Garten vor dem Haus, der großen Sonnenterrasse und dem Grundstück zum Wannsee hin restauriert. Im oberen Geschoss des herrschaftlichen Hauses werden Gemälde und andere Arbeiten von Liebermann und befreundeten Künstlern wie den Schweden Anders Zorn ausgestellt. Einen Sonntagnachmittag hier zu verbringen ist ganz wunderbar! Nebenan ist die Villa der Langenscheidts und der Hamspohns, gegenüber die der Springers zu bewunderns.



Buchtipp: Die Taube



[Foto: C. Hoff]

Unbedingt lesen: Patrick Süskinds "Die Taube":

Mittwoch, 2. April 2008

Lesetipp: Max Bill - ein Porträt zum 100. Geburtstag





[Fotos: Designlines/Pro Litteris, Zürich]

Max Bill hatte viele kreative Talente: Maler, Grafiker, Bildhauer, Produktgestalter, Architekt, Typograf, Theaterausstatter, Theoretiker, Publizist, Pädagoge und Politiker im Schweizer Nationalrat. Mit seinem Wirken als Rektor der Ulmer Hochschule für Gestaltung hat Bill Generationen von deutschen Designern geprägt. Dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Zeit für einen Rückblick:

Dienstag, 1. April 2008

Reisetipp: Laupenpieper-Kolonie "Zur freien Stunde"









[Fotos: C. Hoff]

Die in den 1920er Jahren in Hohenschönhausen im Norden Berlins gegründete Kleingarten-Kolonie "Zur freien Stunden" mutet schon etwas kurios an, ist aber unbedingt einen Sonntagsspaziergang wert. Um die Ecke liegt das Haus Lembke von Ludwig Mies van der Rohe, Häuser von Bruno Taut sowie zahlreiche Plattenbauten aus DDR-Zeiten sowie vereinzelte Villen der Jahrhundertwende.