Freitag, 29. Mai 2009

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Lesetipp: Speisen im Blüten- und Blätterwald







[Fotos: :mlzd/Designlines]

Klosterstraße 11 im schweizerischen Wettingen. Hinter dieser Adresse verbirgt sich nicht nur ein ehemaliges Kloster – nein, hier befindet sich auch die neue Mensa der Kantonsschule. Ausgedacht hat sich den Umbau der historischen Löwenscheune und den neuen Erweiterungsbau mit vorgehängter Blätter- und Blütenfassade aus Aluminium das Bieler Architektenteam von :mlzd. Weiter zum Artikel:

Mittwoch, 20. Mai 2009

Lesetipp: Aus dem Arbeitsalltag einer Architekturikone







[Fotos: Designlines]

1525 Howe Street, Racine, Wisconsin. Nicht gerade eine Adresse, an der man eine Architekturikone erwartet. Und doch steht sie genau an diesem Ort. Frank Lloyd Wright, dessen Todestag sich 2009 zum 50. Mal jährt, hat in den 1930er Jahren für die S. C. Johnson Company Jahren das Administration Building und den Research Tower entworfen. Und nicht nur die Architektur entstammt der Feder des Meisters, auch die von der Firma Steelcase produzierte Möblierung trägt seine unverwechselbare Handschrift. Zum vollständigen Artikel hier klicken:

Ausstellungstipp: bildschön. Schönheitskult in der aktuellen Kunst



[Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2009]

Ausstellung in der Städtischen Galerie Karlsruhe bis zum 7. Juni 2009

Spieglein, Spieglein an der Wand" – so befragt der Mensch seit jeher kritisch sein Spiegelbild. Gesicht und Körper werden gepflegt, geformt, bearbeitet und dem aktuellen Schönheitsideal angepasst. Zwar sind Schönheitspflege und Körperkult keine Erfindungen unserer Zeit, jedoch haben sich die Möglichkeiten der Veränderung inzwischen radikal perfektioniert. Nach Bedarf wird aufgepolstert oder abgesaugt, eingespritzt oder glatt gezogen, die Schönheitschirurgie lässt mittlerweile nahezu keine Wünsche unerfüllt. Noch nie war der Traum von ewiger Jugend in so greifbare Nähe gerückt. Parallel dazu hat der gesellschaftliche Druck, den eigenen Körper zu inszenieren, enorm zugenommen.

Auch in der bildenden Kunst galt die Schönheit durch alle Jahrhunderte als das höchste Gut, war Faszination und Anregung schlechthin. Welche Bedeutung kommt diesem Thema, das den heutigen Menschen derart einnimmt und das gleichzeitig so stark mit Emotionen belegt ist, in der zeitgenössischen Kunst zu? Was sich hinter dem allgegenwärtigen Bedürfnis nach Schönheit und dem Streben nach Makellosigkeit verbirgt, welche Projektionen und Sehnsüchte damit verbunden sind, thematisiert die Ausstellung mit einer Vielzahl an aktuellen künstlerischen Positionen in den Medien Malerei, Fotografie, Plastik, Installation und Video.

Mythen, Klischees und Rollenbilder stehen immer wieder im Mittelpunkt künstlerischen Arbeitens. Mit seiner Plastik "Venus von Offenburg" verweist Ottmar Hörl auf das klassische Schönheitsideal. Doch die Proportionen der antiken Göttin der Schönheit und der Liebe entsprechen nicht dem derzeit vorherrschenden Ideal, zudem stellt die serielle Herstellung der in Kunststoff gefertigten Figur ihre Einmaligkeit in Frage. VALIE EXPORT überprüft in ihrer Fotoarbeit "Liebesperlen", ob sich die Anmut der drei Grazien auch dann noch mitteilt, wenn sie Kittelschürzen tragen, das typische Kleidungsstück der Hausfrau der 1950er und 1960er Jahre. In ihren fotografischen Inszenierungen widersetzt sich Cindy Sherman dem gängigen Schönheitskanon und irritiert die Sehgewohnheiten des Betrachters. Auch Marlene Dumas wendet sich gegen das Glatte und Normierte. Ungeschönt stellt sie in ihrer 217-teiligen Porträtserie "Female" die Persönlichkeit der dargestellten Frauen, ihr Gezeichnetsein durch die Mühen und Zwänge des Alltags, in den Vordergrund. Natürlichkeit und Individualität thematisiert hingegen Marie-Jo Lafontaine, wenn sie Jugendliche aus verschiedenen Kulturen und Ländern großformatig ins Bild setzt.

Die Welt der Mode und ihr ständiger Wandel bietet der Sehnsucht nach Veränderung und Neuerfindung Raum. Mit der ernüchternden Realität, wie sie sich backstage bei Modeschauen zeigt, setzen sich Nan Goldin und Immo Klink in ihren Fotografien auseinander. Keti Kapanadze widmet sich der Kunstfigur "Barbie". Diese Puppe trägt seit 1959, stets den herrschenden Normen angepasst, Schönheit und Glamour bereits in die Kinderzimmer.

Die Werbung lockt und verführt mit Idealbildern, suggeriert, was erstrebenswert sei und zeigt Mittel und Wege dorthin. Die Labels der Designer sind allgegenwärtig und garantieren sozialen Status. Daniele Buetti macht dies zum Thema seiner Kunstwerke, indem er Models mit den Schriftzügen der großen Modemarken regelrecht brandmarkt. Immer wieder stehen dem gängigen Schönheitsideal auch konträre Auffassungen gegenüber. So überwuchern eigenwillige, phantastische Tätowierungen von persönlicher Bedeutung die Figuren, die Tinka Stock aus Knetmaterial gestaltet. Dem Streben nach Schönheit und Jugend antwortet Ilona Herreiner mit Ironie und Witz. Ihre Skulpturen aus Holz zeigen drei alte Frauen, die sich selbstbewusst ihrer Vergänglichkeit stellen.

Schönsein steht immer auch für Freude und Lust. Spielerisch und ironisch geht Gabriela Oberkofler damit um, wenn sie den Besuchern ihres Nagelstudios Inkunabeln der Kunstgeschichte auf den Fingernagel bannt. Eine mit allen Sinnen erfahrbare Entspannung stellt sich unmittelbar beim Betreten von Sonja Alhäusers "Schönheitskabine" ein: Sich zu pflegen fördert das seelische und körperliche Wohlbefinden – genießen Sie selbst! [Text: Museum]

http://www.karlsruhe.de/de

Samstag, 16. Mai 2009

Webtipp: Is this your luggage?






[Fotos: http://www.isthisyourluggage.com/]

Wer schon mal seinen Koffer bei einem Flug verloren hat, kann ihn vielleicht hier wiederfinden:

Freitag, 15. Mai 2009

Lesetipp: Beim Kochen in den Himmel schauen




[Fotos: RaiserLopesDesigners/Designlines]

Schwarz-weiß – so sieht das Konzept eines Penthouses in Stuttgart-Riedenberg aus, das sich RaiserLopesDesigners ausdachten. Klar und licht wirken die großen Räume unter dem Dach eines Neubaus, deren Gestaltung durch den hellgrauen Fußboden und die schwarzen Holzeinbauten grafisch klar anmutet. Auch in der Küche, die zusammen mit dem Wohnraum den Mittelpunkt der Wohnung bildet. Zum Volltext:

Mittwoch, 13. Mai 2009

Podcast: Erik Spiekermann







[Fotos: SpiekermannPartners]

Vortrag auf der "Typo" 2008 in Berlin:


Website SpiekermannPartners:

Produktvorstellung: Ultima Thule Schale



[Foto: Iittala]

Die Schalen der Serie "Ultima Thule" wurden 1968 von Tapio Wirkkala für iittala entworfen. Ultima Thule ist eine Sammlung von Gläsern, denen man die lange und harte Arbeit ansieht, die in der Perfektion der Glasbearbeitungstechnik steckt. Der einzigartige Effekt der Gläser und ihr Aussehen immitieren die Natur. Die Formen unterscheiden sich von Stück zu Stück, je nachdem wie das flüssige Glas bei der Produktion über die hölzernen Modelle umschließt.

Ultima Thule gilt mittlerweile als Klassiker und hatte großen Anteil an iittalas internationalem Durchbruch. In der Serie zeigt sich die ausgeprägte Kraft finnischer Glasarbeiten. [Text: Connox]

Lesetipp: Die Herrschaft der Pötte



[Foto: Uwe Meinhold/ddp]

Tillmann Prüfer schreibt in der Wochenzeitung "Die Zeit" über das Ende der Kaffeekanne:

Freitag, 8. Mai 2009

Lesetipp: Im Gespräch mit Tim Raue







[Fotos: Designlines/Adlon Holding]

Tim Raue, 1974 in Berlin geboren und in Kreuzberg aufgewachsen, absolvierte eine Kochlehre und erkochte sich im „Restaurant 44“ im Berliner Swissôtel einen Michelin-Stern. 2007 wurde er vom Gault Millau zum „Koch des Jahres“ gewählt. 2008 eröffnete er auf der Südseite des Adlon-Hotels in Berlin-Mitte die Restaurants „Ma Tim Raue“ und „Uma“ sowie die Bar „Shochu“, die er zusammen mit seiner Frau Marie-Anne leitet. Während das „Ma Tim Raue“ die chinesische Küchenphilosophie modern interpretiert, wird im „Uma“ japanisch in Verbindung mit regionalen Produkten gekocht. Wir sprachen mit Tim Raue über die Rolle von Design im Restaurant, das kunstvolle Anrichten der Speisen, Aromen im Kopf, kochende Hausfrauen und die Angst der Freunde vor der Kritik des Spitzenkochs. Zum Interview:

http://www.designlines.de/im_gespraech/Tim-Raue_762426.html

Sonntag, 3. Mai 2009

Ausstellungstipp: Cecily Brown



[Foto: Deichtorhallen]

Die Hamburger Deichtorhallen präsentieren vom 25. April bis 30. August 2009 die erste große europäische Werkschau der in New York lebenden Malerin Cecily Brown (geb. 1969 in London). 48 Werke aus den letzten zehn Jahren werden in der Hamburger Ausstellung gezeigt.Cecily Brown wählt für ihre großformatigen Leinwände meist erotische Motive, die sie nahezu bis hin zur Auflösung in reine Farbigkeit abstrahiert. „Ich benutze erotische Fotografien, um den Körper zu studieren. Dabei interessiert mich der emotionale Gehalt dieser Vorlagen“, so Cecily Brown.

In Browns abstrakten Gemälden finden sich stets Andeutungen auf organische Formen und die Anwesenheit von Menschen, jedoch destilliert und manchmal nur durch leuchtendes Rosa, Rot, Orange und Ocker wiedergegeben. Ihre energiegeladenen Bilder an der Grenze von Abstraktion und Figuration zählen seit etwa zehn Jahren zu den markantesten Positionen gegenwärtiger Malerei. Maßgeblich beeinflusst von Nicolas Poussin, Edouard Manet und William Hogarth sowie Willem de Kooning entwickelt sie ihre eigene Bildsprache. Die gestische Malweise der Künstlerin zeigt sich offensichtlich in ihren Bildern. So dynamisch und impulsiv, wie die 39-Jährige in ihrem New Yorker Atelier arbeitet, immer an mehreren Bildern gleichzeitig malend, erscheinen dem Betrachter die Werke. Figuren und Landschaften fließen rauschhaft und ekstatisch ineinander.

In den jüngeren Bildern, die in den Deichtorhallen zu sehen sind, widmet sich Brown zunehmend – sich nie ganz von ihren erotischen Motiven abwendend – der Darstellung von Landschaften. Brown wird von bedeutenden Museen in aller Welt wie dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, dem Whitney Museum of American Art, New York oder der Tate Gallery, London gesammelt und gilt als Shooting-Star einer neuen expressiven Malerei. [Text: Museum; gekürzt]

Samstag, 2. Mai 2009

Salone del Mobile 2009, Milano




[Fotos: C. Hoff]

Lesetipp: Neun Bäume und sechzig Küchen







[Fotos: Shu He und Bulthaup]

„Nine Tree Village“ klingt exotisch und ist es auch: Im chinesischen Hangzhou bauten David Chipperfield Architects zwölf Häuser mit jeweils fünf Wohnungen, gelegen in einem dichten Bambuswald. Luxuriös und anspruchsvoll sind diese sechzig Wohnungen gestaltet – was auch in der Ausstattung mit dem Küchensystem „b3“ des deutschen Küchenherstellers Bulthaup zum Ausdruck kommt. Zum Artikel, hier klicken: