Sonntag, 20. Februar 2011

Produktvorstellung: Trophäe









[Fotos: C. Hoff]

Das Schweizer Designbüro Yuniic hat einen Garderobenhaken namens Trophäe entworfen. Und wirklich: Es handelt sich zwar nicht um ein veritables Hirschgeweih - nein, dieses kommt in weißem pulverbeschichtetem Stahl daher. Abstrahierend gestaltet, kann es dünne Mäntel, Schals, Taschen, Geschirrtücher oder Körbe aufnehmen oder einfach nur als Dekoration dienen. Es ist in den Farben Weiß, Silber, Orange oder Grün erhältlich - je nach Wahl der Farbe verändert sich die Anmutung des Objekts: von klassisch bis zu spacig. Dieses ist übrigens mittels zweier mitgelieferter Schrauben leicht zu montieren. Besonders schön: Die Schrauben können mit zwei mitgelieferten Metallstiften verblendet werden. Die Trophäe ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich und macht sich gut in Flur, Küche oder Badezimmer. [Text: C. Hoff]

Designer:






[Fotos: Ikarus]

Samstag, 19. Februar 2011

Ausstellungstipp: Mel Ramos - Girls, Candies, Comics





[Fotos: Albertina]

18. Februar 2011 - 29. Mai 2011
Albertina, Wien

Dem bedeutenden Pop-Art Künstler Mel Ramos widmet die Albertina vom 18. Februar bis zum 29. Mai 2011 eine umfassende Präsentation. Anlass dieser Ausstellung ist neben dem 75. Geburtstag des kalifornischen Künstlers im Jahr 2010 auch das mehr als 50-jährige Bestehen der Pop-Art-Bewegung, zu deren wichtigsten Vertretern Mel Ramos zählt.

Wie seine Malerkollegen von der amerikanischen Ostküste Andy Warhol oder Roy Lichtenstein, dessen Ausstellung "Black & White 1961-1968" ebenfalls in der Albertina zu sehen ist, übernimmt Ramos Motive aus den Massenmedien und der Werbung für seine Werke. Die unterschiedlichsten Konsumgüter bringt er zusammen mit makellosen, selbstbewussten oft nackten Frauen auf die Leinwand. Vorbilder für diese weiblichen Akte entnimmt er den Pin-up-Magazinen der 1950er und 1960erJahre sowie den heutigen Glamour-und Lifestyle Magazinen und verewigt sie in lasziver Haltung eng verschlungen mit den dargestellten Produkten: lebensgroßen Cola-oder Ketchupflaschen, Suppendosen oder Käsewürfeln. Noch heute sorgen diese Motive, die bereits in den 1960er Jahren zu Ramos unverkennbarem Markenzeichen wurden, in der Öffentlichkeit für Aufruhr.

Allerdings ist das Werk des 1935 in Sacramento, Kalifornien geborenen Künstlers weit vielfältiger als diese sogenannten Commercial Pin-ups, durch die er sich einen Namen gemacht hat. Seine künstlerischen Interessen und Betätigungsfelder gelten beinah der gesamten Kunstgeschichte. Erste Bilder entstehen in den 1950er Jahren, als an den amerikanischen Kunsthochschulen Abstrakter Expressionismus unterrichtet wird. Mel Ramos versucht seinen eigenen kreativen Weg zu finden und malt nicht im abstrakten Stil wie viele seiner Zeitgenossen sondern figurativ. Einsame, etwas unscharf angerissene Menschen stehen vor neutralem Hintergrund. Sein breiter Pinselstrich weist schon die Pastosität auf, die charakteristisch für die Malerei der Westküste in den 1950er Jahren wird.

Anschließend greift Ramos Comic-Motive auf. Gemalte oder gezeichnete Comic-Helden wie Batman und Flash Gordon besiedeln in den nächsten Jahren seine Bilder. Von diesen Sujets aus ist es kein weiter Weg zu den Wonder Women Comic-Heldinnen, welche die Vorgängerinnen seiner Pin-up-Girls werden sollen. Malerisch reflektiert er später bedeutende Gemälde der Kunstgeschichte wie u.a. Goyas Maja Desnuda, Modiglianis Akte oder Mondrians Farbkompositionen in verschiedenen Serien: A Salute to Art History, Unfinished Paintings, Drawing Lessons, The Artist’s Studio. Dem Zentralmotiv seiner Werke bleibt er nach wie vor treu: dem weiblichen Akt, akribisch ausgeführt und frei von Macken oder Unreinheiten.

Die Ausstellung „Mel Ramos. Girls, Candies & Comics“ zeigt Arbeiten aus den unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers mit einem Schwerpunkt auf Zeichnungen der 50er und 60er Jahre. Zu sehen sind rund 100 Werke, von seinen ersten menschlichen Darstellungen, Comic-Helden und Heldinnen, seinen prominenten Pin-up- Girls bis hin zu Bildern der kalifornischen Landschaft aus den 80er Jahren, die niemand Ramos zuordnen würde. [Text: Museum]

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Ausstellungstipp: Art & Fashion. Zwischen Haut und Kleid





[Fotos: Kunstmuseum Wolfsburg]

05.03.2011 - 07.08.2011
Art & Fashion. Zwischen Haut und Kleid
Kunstmuseum Wolfsburg

Walter van Beirendonck · Louise Bourgeois · Hussein Chalayan · Christophe Coppens · Comme des Garçons · Salvador Dalì · Naomi Filmer · Robert Gober · Martin Margiela · Viktor & Rolf · Anna-Nicole Ziesche · u.v.a.

Mode und Objekte von Walter van Beirendonck, Louise Bourgeois, Hussein Chalayan, Christophe Coppens, Comme des Garçons, Salvador Dalì, Naomi Filmer, Robert Gober, Martin Margiela, Viktor & Rolf, Anna Nicole Ziesche u.v.a.Die Ausstellung, widmet sich dem spannenden Dialog zwischen Kunst und Mode. Kunst und Mode finden immer dort zueinander, wo neue, bisher ungewohnte visuelle Entdeckungen gemacht, Materialien ausprobiert oder gängige Schönheitsideale kritisiert werden. Mode reflektiert auf sinnliche, aber auch auf konzeptuelle Weise unsere moderne Kultur. Seit den 1980er Jahren erforschen beispielsweise japanische Designer wie Yohij Yamamoto oder Comme des Garçons die Grenzen der Kleidung und ihrer Bedeutungen. Nach der Jahrtausendwende präsentieren Viktor & Rolf oder Hussein Chalayan ihre Modeschauen wie Kunstinstallationen.

Das Herz der Ausstellung bilden die für die Sammlung des Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam geschaffenen Auftragswerke von Christopher Coppens, Naomi Filmer, Viktor & Rolf, Walter van Beirendonck, Anna Nicole Ziesche und Hussein Chalayan. [Text: Museum]

Produktvorstellung: Frohstoff










[Fotos: Frohstoff]

http://www.frohstoff.de

Donnerstag, 17. Februar 2011

50 Jahre Rosenthal Studio-Line auf der Ambiente





















[Fotos: C. Hoff]

Unterwegs auf der Ambiente















[Fotos: C. Hoff]

Lesetipp: Einfälle, Reinfälle, Ausfälle – Ambiente 2011











[Fotos: Designlines]

Alvar Aalto, Timo Sarpaneva, Kaj Franck, Wilhelm Wagenfeld – schlenderte der Design-Aficionado dieser Tage in Frankfurt über die Konsumgütermesse ambiente und hatte vor allem Neuheiten erwartet, rieb er sich womöglich verdutzt die Augen: allerorts wieder aufgelegte oder neu entdeckte Klassiker, die noch bis vor Kurzem in Unternehmensarchiven verstaubten. Und wenn es schon kein Klassiker war, mit dem ein Hersteller glänzen konnte, dann doch wenigstens mit einer imposanten Messestandgestaltung: Während Wedgwood mit funkelnden Kronleuchtern, historistischem Mobiliar und Perlenumhangenen Figurinen seine Porzellane mit Blümchendekor feierte, huldigte Rosenthal dem 50. Geburtstag seiner Studio-Line und der Porzellanhersteller Arzberg acht Jahrzehnten Form 1382. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/feel/Einfaelle-Reinfaelle-Ausfaelle-Ambiente-2011_1504627.html

Lesetipp: Küchenwunder in Kiefernholz











[Fotos: Designlines]

45 Quadratmeter ist sie groß. Nein, nicht die Küche, die gesamte Wohnung. Und doch wirkt sie luftig und weit. Dies liegt an dem Konzept, das sich das niederländische Interiordesignbüro i29 ausgedacht hat: maßgeschneiderte Einbaumöbel plus wenige mobile Designerstücke, die verschiedene Wohnfunktionen in einem einzigen Raum vereinen – auf diese Formel kann man das Konzept dieses architektonischen Kleinods bringen. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/praxis/Kuechenwunder-in-Kiefernholz_1503897.html

Samstag, 5. Februar 2011

Podcast: Beck & Jane Birkin

Ausstellungstipp: Gerhard Richter. Bilder einer Epoche



[Foto: Gerhard Richter, Köln 2011]

Bis 15. Mai 2011 im Bucerius Kunstforum, Hamburg

Gerhard Richters Gemälde der sechziger Jahre sind auf eine unerklärliche Weise beunruhigend. Sie zeigen den Moment eines Geschehens, das aber rätselhaft bleibt. Was wie ein zufälliger Schnappschuss wirkt, stammt oft aus sensationslüsternen Bildreportagen über Hochstapler, Giftmörder oder Schiffsunglücke. Richter griff auch die Wunschbilder der Zeit auf: Die Glücksversprechungen des Wirtschaftswunders spiegelten sich in der Werbung und in den Illustrierten: schnelle Autos, exotische Reiseziele, glamouröse Filmstars. Für seine Arbeiten nach Photos isolierte Richter Motive aus den Bildstrecken von Magazinen wie Stern oder Quick und brachte sie ins große Format des Gemäldes. Aus den Magazinphotos, die in jener fernseh- und bildarmen Zeit eine enorme Wirkung hatten, schuf Richter seine Bilder einer Epoche. Wie Warhol und Lichtenstein zeigte er daneben banale Alltagsgegenstände. Er befreite die Malerei aus den tradierten Normen. Gerhard Richters Werk erscheint als Wiedergeburt der Malerei aus dem Geist von Pop Art und Fluxus. Es zielt darauf, dem Zeitspezifischen eine Erinnerungsdimension abzuverlangen.

Die von Uwe M. Schneede kuratierte Ausstellung versammelt 50 Leihgaben aus 25 deutschen und internationalen Sammlungen, darunter auch den Zyklus 18. Oktober 1977 aus dem Museum of Modern Art, New York, der an die traumatischen Ereignisse des Deutschen Herbstes erinnert. [Text: Museum]

http://www.buceriuskunstforum.de/h/index.php?PHPSESSID=ca0677832605af5d033f89b5b3d3c253