Freitag, 27. Januar 2012

Ausstellungstipp: Gerhard Richter - Panorama



Gerhard Richter, Neger (Nuba), 1964
145 x 200 cm, Öl auf Leinwand
Courtesy Gagosian Gallery
© Gerhard Richter 2012


Neue Nationalgalerie, SMPK, Berlin
12. Februar bis 13. Mai 2012

Am 9. Februar 2012 feiert Gerhard Richter, unbestritten der bekannteste deutsche Künstler seiner Generation, seinen 80. Geburtstag. Gemeinsam mit der Tate Modern in London und dem Centre Pompidou in Paris richtet die Nationalgalerie Berlin zu diesem Anlass eine umfangreiche retrospektive Ausstellung seines Œuvres aus.

Etwa 150 Gemälde aus allen Schaffensphasen des umfangreichen Werks vermitteln in einer pointierten Auswahl, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstand, einen Einblick in das thematisch wie stilistisch facettenreiche Schaffen. Kanonisch gewordene Bilder, wie das der die Treppe herabsteigenden Ema (1966) und der sich vom Betrachter abwendenden Betty (1988), werden mit selten oder noch nie gezeigten Arbeiten kombiniert; zentrale Beispiele einer Schaffensphase oder Werkgruppe werden mit Einzelgängern und Vorweggriffen auf Späteres in Bezug gesetzt. In einer weitestgehend chronologisch strukturierten Ausstellungsdramaturgie wird das Zwiegespräch zwischen Abstraktion und Figuration als ein sich über alle Jahrzehnte fortsetzender Dialog deutlich werden; ein Dialog, der sich bereits im allerersten Gemälde aus Richters Werkkatalog, dem ebenfalls gezeigten Werk Tisch von 1962 ankündigt.

Die von dem Künstler vielseitig vorangetriebene Befragung des Mediums der Malerei führt - und auch dies will die Ausstellung zeigen - auf konsequente Weise zu ihrer Übertretung. Das Bild als Fläche, als Fenster, als Durchblick und Blickfeld leiten hinüber zu Richters Auseinandersetzung mit Spiegeln und Glasscheiben, in der die Frage nach der Möglichkeit von Repräsentation kulminiert. An diesem Punkt entsteht eine Korrespondenz ganz eigener Art: Richters Glasscheiben und gläserne Stellwände, wie auch seine in täuschendem Illusionismus gemalten Wolken- und Fensterbilder treten in einen beziehungsreichen und charmanten Dialog mit Mies van der Rohes auf Durchlässigkeit angelegten Architektur. Eigens für die Berliner Ausstellung verwirklicht Gerhard Richter erstmals die Version I seiner abstrakten, aleatorischen Arbeit 4900 Farben, die, über 200 Meter hinweg, die gesamte Ausstellung umrahmen werden. [Text: Museum]

http://www.smb.museum/smb/home/index.php?lang=de

Produktvorstellung: Einkaufsnetz





[Fotos: Cedon]


http://www.cedon.de

Bild des Tages



[Foto: Cedon]

Donnerstag, 26. Januar 2012

Produktvorstellung: Alles außer Altbacken von Nina Thöming















[Fotos/ Copyright: Nina Thöming]

Lesetipp: Köln gibt Gas – Passagen 2012









[Fotos: C. Hoff; Designlines]

Nein, die Passagen in Köln haben nichts zu tun mit Walter Benjamin. Die Passagen in Köln – das waren rund 190 Veranstaltungen, die letzte Woche zeitgleich zur Möbelmesse imm cologne stattfanden. Und nicht nur im kommerziellen Bereich gab es in diesem Jahr einiges Interessantes – so beispielsweise neue Produkte und Prototypen – zu entdecken, auch nicht-kommerzielle Veranstaltungen konnten punkten. Zum Artikel:

http://www.designlines.de/feel/Koeln-gibt-Gas-Passagen-2012_2423203.html

Montag, 23. Januar 2012

Produktvorstellung: Neuheiten von Cassina auf der imm cologne 2012







[Fotos: Cassina]

http://www.cassina.com

Ausstellungstipp: Istanbul Alphabet







[Fotos: C. Hoff; Anna Pannekoek; Museum der Dinge]

ISTANBUL ALPHABET
von çokçok bis zikzak
Sonderausstellung im Museum der Dinge, Berlin
17. Februar – 9. April 2012

çokçok (vielviel) ist ein türkischer Ausdruck und steht für den unstillbaren Hunger nach mehr. Die Ausstellung ISTANBUL ALPHABET - von çokçok bis zikzak lässt sich ganz auf die Besonderheit des Museum der Dinge ein: die Erforschung der alltäglichen Sachkultur.

Im Mittelpunkt steht die çokçok-Sammlung, die die Kuratoren der Ausstellung - Max Borka und Anna Pannekoek - während eines 100tägigen Istanbul-Aufenthaltes angelegt haben. Diese Sammlung hat sich zum einen aus den Dingen und Eingriffen entwickelt, die die Designer und Künstler in der Wohnung der Kuratoren in Istanbul hinterlassen haben. Zum anderen besteht sie aus Objekten, Geräuschen und Bildern, die Anna Pannekoek während ihrer Streifzüge durch die Stadt zusammengetragen hat, auf eine situationistische, eine Istanbuler Art: umherschweifend, gelenkt von der Intuition und vom Zufall.

"Es geht nicht um die Suche nach hochwertigen Designer- oder Markenprodukten, sondern um Objekte, die am anderen Ende der Hierarchie angesiedelt sind: Alltagsprodukte, die es seit einer Ewigkeit zu geben scheint, ohne dass sie jemals viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Selbstverständlich sind auch diese Objekte gestaltet worden, aber nicht von nur einer Person. Von Generation zu Generation haben Nutzer die Dinge an ihre Bedürfnisse angepasst und umgeformt. Selbst wenn viele dieser Objekte verglichen mit und gemessen am offiziellen Regelwerk des Designs als hässlich, ordinär und banal gelten, kann man doch ihre Schönheit nicht leugnen. Sie sind Ausdruck eines kollektiven Bewusstseins, ausgestattet mit einem unglaublichen Reichtum.

Man findet diese Gegenstände überall, aber besonders in großen Städten und ganz besonders in Istanbul, weil sie eine wesentliche Rolle im Leben der Istanbuler selbst spielen, als Überlebensmittel. Istanbul ist zum weltweiten Modell der selbstorganisierten Stadt geworden, in der Millionen nicht registrierte Einwohner ihr Leben Tag für Tag neu erfinden müssen, dafür stellen diese Objekte eine große Hilfe dar."

Die Ausstellung wird ergänzt durch Arbeiten von Künstlern, wie Nezaket Ekici und Objekte der aufstrebenden zeitgenössischen Istanbuler Design-Szene. Dabei gehen die Methoden und Formen dieses Designs in die gleiche Richtung wie die anonymen Alltagsdinge der çokçok-Sammlung. Darin wird erkennbar, was in der westlichen Design-Szene verloren gegangen ist: zum Beispiel Etwas aus Nichts zu erfinden, ad-hoc Lösungen zu entwickeln, zu improvisieren.

ISTANBUL ALPHABET ist der zweite Teil einer Ausstellungsreihe über Istanbul; jeder Teil erscheint in immer neuen Formen. Herausfordernd und überraschend und dabei in hohem Maße unterhaltsam, bewegt sich die Ausstellung im Museum der Dinge zwischen Essay und Enzyklopädie, schnellem Schnappschuss und 3-Minuten-Song. Ganz im Sinne des Museums als einem Ort der Verhandlung werden die Kuratoren die Besucher in der Ausstellung empfangen, zum Tee einladen und mit ihnen über Istanbul, die mittlerweile größte Stadt Europas, debattieren. Als Bindeglied zwischen Asien und Europa hat sie es immer geschafft, Gegensätze zu überbrücken, die unvereinbar schienen, wie z.B. Ost und West oder religiös und säkular. [Text: Museum]

http://www.museumderdinge.de

Lesetipp: Brotverkauf der etwas anderen Art







[Fotos: Matteo Piazza; Designlines]


Es duftet verführerisch nach frischem Brot. Jedoch ist nicht nur der Duft verführerisch, auch das Interieur spricht für sich. Im Gebäude des quirligen Turiner Bahnhofs Porta Nuova gelegen, können die Gäste der VyTA Boulangerie Italiana hier einkehren. So wird die Wartezeit auf den Zug in angenehmer Atmosphäre verkürzt bei einem Cappuccino, knusprigen Brot oder buttrigen Croissant. Die in Rom ansässige Architektin Daniela Colli zeichnet verantwortlich für die Gestaltung des Ladengeschäfts samt Café. Weiter zum Artikel:

http://www.designlines.de/praxis/Brotverkauf-der-etwas-anderen-Art_2421955.html

Donnerstag, 19. Januar 2012

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Kranhaus von Hadi Teherani in Köln.

Ausstellungstipp: Von Aalto bis Zumthor - Architektenmöbel

















[Fotos: C. Hoff]


16. Januar bis 22. April 2012
Museum für Angewandte Kunst, Köln

Die ersten Designer des 20. Jahrhunderts waren Architekten, die für ihre Bauprojekte das dazu passende Mobiliar und häufig auch andere Gebrauchsgegenstände entwarfen, weil sie auf dem Markt nichts gestalterisch Passendes finden konnten. Heute gibt es eine große Vielfalt gut gestalteter Möbel von Produktdesignern für sämtliche Anwendungszwecke. Der Bereich des Möbeldesigns hat sich spätestens Mitte des vergangenen Jahrhunderts vom Berufsbild der Architekten getrennt und als eigenes Metier etabliert. Trotzdem konzipieren nach wie vor einige international bedeutende Architekten ihr Wunschmobiliar in besonderen Fällen selbst.

Entwerfen Architekten anders als Produktdesigner, zeigen sich ästhetische Vorlieben, gibt es etwas typisch Architektonisches, hat sich im Verlauf der Jahrzehnte trotz des Stilwandels doch etwas Gemeinsames erhalten? Diese Fragen fokussiert das Museum für Angewandte Kunst Köln - parallel zur Internationalen Möbelmesse und den Passagen - in der Sonderausstellung „Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel".

Exklusive Architektenmöbel der letzten 100 Jahre werden ausgestellt. Dazu gehören ausschließlich Entwürfe von Architekten, deren Hauptaugenmerk dem eigentlichen Bauen gilt, also nicht Möbel von ausgebildeten Architekten, die sich in Ermangelung von Bauaufträgen ganz auf Design konzentriert haben. Aus seinen eigenen reichen Beständen kann das Kölner Museum ganze Zimmereinrichtungen und Einzelmöbel so renommierter Baumeister wie Marcel Breuer, Alvar Aalto, Egon Eiermann, Mario Botta und vieler anderer beisteuern - verborgene Schätze aus dem Depot. Hinzu kommen große Namen aus der zeitgenössischen Architekturszene: Exponate von Frank Gehry, Daniel Libeskind, Norman Foster, Zaha Hadid, Hadi Teherani und anderen weltberühmten Architekten. Skulpturales, Futuristisches, Funktionales, die verschiedenartigsten Formfindungen werden den interessierten Besuchern in der Ausstellung und im begleitenden Katalog (deutsch/englisch) umfassend vor Augen geführt. [Text: Museum]

http://www.museenkoeln.de/museum-fuer-angewandte-kunst

Unterwegs auf den Passagen 2012, Köln



































[Fotos: C. Hoff]

http://www.voggenreiter.com