Mittwoch, 25. Juni 2014

Mit dem Fahrrad unterwegs [Costa Vicentina]

































[Fotos: C. Hoff]

André hat den Tisch gedeckt. Mitten im Kiefernwald. Dort hat er aufgetischt: ein Meeresfrüchte-Risotto, das begleitet wird von einem erfrischenden Vinho Verde. André ist Koch und gehört zum Team von Bike Tours Portugal. Das Konzept: Die Gäste übernachten in luxuriösen Hotels, werden bekocht und - falls gewünscht - auf die mehrtägigen Fahrradtouren begleitet. Wir radeln mit unserem Guide Guilherme und unseren E-Bikes nach dem Mittagessen ein paar Kilometer durch den Naturpark Costa Vicentina im Südwesten der Algarve. Still ist es hier. Und windig auch Kein Wunder, wir sind hoch über dem Meer, die imposante Steilküste ist nicht fern. Über Schotterpisten geht es fast immer bergab, vorbei an Wiesen mit Eseln und Kühen und einsamen Gehöften. Nach rasanter Fahrt kommen wir an. Am südwestlichsten Punkt Europas, am Cabo de São Vicente. Der rot-weiße Leuchtturm ist schön. Wir dürfen sogar hinaufsteigen und der Leuchtturmwärter erklärt uns das technische Wunderding. Ob ich wiederkomme? Unbedingt!

www.biketoursportugal.com

www.icnf.pt

Am Meer [Martinhal Beach Resort & Hotel]
































 

[Fotos: C. Hoff]

Ganz im Südwesten Portugals, in Sagres an der Algarve, liegt das Martinhal Beach Resort & Hotel. Ja, es gibt dort auch jede Menge Designermöbel, köstlichen Kaffee & leckere Pancakes, ein Spa und allerlei andere Annehmlichkeiten. Doch am Schönsten ist die Lage des Hotels, direkt am Meer. Man sitzt auf der eigenen, holzbeplankten Terrasse auf einem Loungesessel, trinkt einen Rotwein und schaut auf die Weiten des Atlantiks - ganz hinten den Hafen von Sagres in Sicht. Der Garten ist so geschickt bepflanzt, dass man nicht viel mitbekommt vom Trubel im Hotel (es gibt hier ziemlich viele Kinder). Stattdessen schweift der Blick über Kiefern, Felsen und das azurblaue Meer. Tiefblau blühender Lavendel und Gräser wabern im Wind. Man hört nichts außer dem Rauschen des Meeres.

www.martinhal.com

Lesetipp: Invasion der Käfer

















[Foto: Designlines; Volkswagen AG]

Er ist kugelig. Er ist farbenfroh. Er scheint zu lachen. Jeder mag ihn. Dem Volkswagen-Käfer ist es gelungen, seine zweifelhafte Herkunft in pure Sympathie zu verwandeln. Durch gutes Design und clevere Vermarktung. Weiterlesen:

www.designlines.de

Sonntag, 22. Juni 2014

Oh, wie köstlich! [Essen an der Algarve]



















 













[Fotos: C. Hoff]

Essen wie Gott in Portugal sollte es heißen, finde ich. Jedenfalls gibt es an der Algarve Köstliches an jeder Ecke zu probieren. Da sind nicht nur die süßen Dinge, die zum herrlich rund schmeckenden Kaffee gereicht werden. Frisches Obst und Gemüse gibt es allenthalben. Doch das Beste sind die frischen Fische und auch Meeresfrüchte. Im Naturpark RiuaFormosa - einer beeindruckenden Marschlandschaft - beispielsweise werden Muscheln und Austern in mühevoller Arbeit bei sengender Sonne bei Ebbe geerntet. Und auf den dort vorgelagerten Inseln kommen in einfachen Restaurants Krabben und Sardinen auf die Teller, einfach nur mit Salz bestrichen. Apropos Salz: Beliebt ist es hier im Süden Portugals auch, kleine Kartoffeln und auch Fische komplett mit Salz zu bedecken und dann im Ofen garen zu lassen. Dazu ein paar Pickles und einen Vinho Verde und das kleine Festmahl ist perfekt!

Lesetipp: Australisches Design-Kaleidoskop
















[Fotos: Shannon McGrath; Designlines]

Wie aus einem düsteren Altbau ein einladend helles Einfamilienhaus wird? Man nehme: einen kubischen Anbau mit großen Fenstern, lichte Farben, helle Möbel, erlesene Materialien. Robson Rak Architects und Made by Cohen haben in Melbourne geschickt kombiniert und einen Rückzugsort für eine vierköpfige Familie geschaffen, der eine Prise Skandinavien nach Australien  bringt. Weiterlesen:

www.designlines.de 
 

Freitag, 20. Juni 2014

Die Korkmacher [Algarve]






























[Fotos: C. Hoff]

Meine Eltern hatten in den Siebzigern eine Korktapete an der Kellerwand. Und manche Leute auch einen Fußboden aus Kork. Meistens kommt man heute mit Kork in Berührung, wenn man eine Wein- oder Champagnerflasche öffnet. Und man ist sich zumeist nicht bewusst, wieviel Arbeit es macht, das Material zu ernten und zu verabeiten. Allein knapp 30 Jahre dauert es, bis die Korkrinde das erste Mal geerntet werden kann, dann ist die nächste Ernte erst wieder nach neun Jahren möglich. Kork wird vor allem für die Herstellung von Kronkorken verwendet und als Granulat für Möbel, zur Isolierung oder für Kleider und Accessoires wie Schmuck und Taschen. Zum Glück gibt es findige Designer, die Schönes entwerfen in Kork. Kleine regionale Projekte wie TASA oder auch bekannte Designer wie Jasper Morrison mit seinen schönen Hockern für Vitra. Zeit jedenfalls wird es, dass der Nationalbaum Portugals wieder in den gestalterischen Fokus rückt!