Donnerstag, 30. April 2015

Ausprobiert: Kompostierbare Kaffeekapseln [Espresso 1882, Caffè Vergnano]




























[Fotos: C. Hoff]

Als ich mir, nach langen Überlegungen, letztes Jahr eine Nespresso-Kaffeemaschine kaufte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Weil ich mit den Kapseln so viel Müll produziere. Und mich einer unglaublichen Marketing-Beschallung aussetze. Bis mir jemand von Caffè Vergnano erzählte. Das italienische Familienunternehmen hat Kaffeekapseln in den Geschmacksrichtungen Cremoso, Arabica, Intenso, Decaf, Bio und Lungo Intenso auf den Markt gebracht, die kompatibel mit allen Nespresso-Maschinen sind. Das Schönste aber: Die Kapseln sind aus biologisch abbaubaren Kunststoff hergestellt und kompostierbar! Aus Neugierde habe ich drei Geschmacksrichtungen von Espresso 1882 bestellt und ausprobiert. Mein erster Eindruck: Auch hier gibt es ganz schön viel Verpackung, denn jede Kapsel ist einzeln verpackt und dann auch noch in einem Karton verstaut. Die Crema der Sorte Cremosa ist zwar nicht ganz so dicht wie bei den Nespresso-Varianten, schmeckt aber gut, vor allem als Cappuccino oder Espresso macchiato. Mein Fazit: Vielleicht steige ich nicht völlig aus dem ungeliebten Nespresso-System aus, das mit seinen vielen Geschmacksrichtungen sehr verführerisch ist, aber als Abwechslung ist Espresso 1882 auf jeden Fall einen Versuch wert!

www.caffevergnano.com

Dienstag, 28. April 2015

Abgehört: Benjamin Clementine [London]



[Video: Youtube.com]

Ohne Worte.

Sonntag, 26. April 2015

Projekt: Arita 2016
























[Fotos: Arita]

Porzellan hat eine lange Tradition in Japan. Schön, dass in den kleinen Manufakturen rund um das japanische Arita nun auch europäische Designer arbeiten. Für 2016 plant Arita verschiedene Kollektionen. Mit dabei sind BIG-GAME aus der Schweiz, Saskia und Stefan Diez aus München, Christian Haas aus Porto. Scholten & Baijings aus Amsterdam sind auch dabei. Sie haben bereits eine Kollektion auf dem Markt, die bei Rossana Orlandi während des Salone del Mobile 2015 in Mailand ausgestellt wurde. Mehr davon! Wir freuen uns und sind gespannt auf das nächste Jahr!

www.2016arita.com

Im Schaufenster: Hermès [Via Montenapoleone, Mailand]

















































[Fotos: C. Hoff]

Gib Stoff!
Hermès ist unterwegs gewesen und tief eingetaucht in die wunderbare Welt des Ikat – einer aufwändigen Web- und Färbetechnik, die einst über die Seidenstraße nach Europa kam. Doch der französische Luxushersteller webt nicht, sondern bringt die farblich schön changierende Oberfläche des Textils auf hartes Porzellan. Diese kulturelle und haptische Brechung entfaltet ihren ganz eigenen Reiz, scheinen die Dekore doch regelrecht zu wabern über dem weißen Grund.

Dreißig Teile umfasst das Service Voyage en Ikat, das auch durch den 24-karätigen Goldrand sehr elegant aussieht. Benoit Pierre Emery, der künstlerische Leiter des Projekts, hatte noch eine weitere schöne Idee: Teller, Servierteller und Schalen in Smaragdgrün, Saphirblau und Rubinrot sind mit kleinen Sockeln versehen. Stapelt man sie, ergibt sich die Form einer Lotusblüte. Auch sonst ist Voyage en Ikat eine Trouvaille: Das Service wird in Limoges von Hand gefertigt. 

Gesehen im Schaufenster von Hermès in der Via Montenapoleone in Mailand während des Salone del Mobile 2015.

www.hermes.com

Freitag, 24. April 2015

Ausgestellt: Arts & Foods, Rituals since 1851 [Triennale, Mailand]



 












[Foto: Triennale; Designlines]

Welche Nation wäre geeigneter, Kunst und Essen zusammenzubringen, als Italien? Anlass der groß angelegten Ausstellung Arts & Foods, Rituals since 1851 in der Mailänder Triennale ist die Expo Milano 2015, die im Mai unter dem Titel Feeding the Planet, Energy for Life eröffnet wird. Arts & Foods ist ein unterhaltsamer Parcours quer durch die Architektur-, Kunst- und Designgeschichte – mit vielen Geschmacksspitzen und einigen faden Beilagen. Weiter zum Artikel:

www.designlines.de

Fundstücke: Marimekko [Autumn/ Winter 2015]
































[Fotos: Marimekko]

Ausgefüllte Kreise wabern in Schwarz und Pink über Henkeltassen und Taschen. Rote und weiße Rechtecke bedecken Küchenschürzen. Eine farbenfrohe Stadtlandschaft findet sich wieder auf einem Topflappen. Die legendäre Mohnblume ist geometrisch zersprengt in Weiß, Schwarz und Grau. Marimekko gibt sich mit seiner Herbst-/ Winter-Kollektion entweder Schwarz-Weiß oder gewohnt farbenfroh. Das finnische Label präsentierte die neuen Designs während des Salone del Mobile in der Mailänder Galerie von Rossana Orlandi. Wunderschön war das Arrangement der Textilien. Noch schöner allerdings der Blick in den lauschigen, kühlen Garten!


Mittwoch, 22. April 2015

Kartell [Salone del Mobile 2015, Mailand]











































[Fotos: C. Hoff]

Am Messestand von Kartell in Mailand brummte es am Dienstagmorgen letzter Woche. Piero Lissoni gab Interviews, Claudio Luti auch. Der Schweizer Designer Jörg Boner schaute vorbei. Mächtig was los war auch im Showroom der Italiener in der Via Turati. Er musste wegen Überfüllung zeitweise sogar geschlossen werden. Ferruccio Laviani hatte die Ausstellung Kartell goes Sottsass. A tribute to Memphis gestaltet. Hatte man genug von schrillen Farben und Mustern, konnte man draußen in der Abendsonne stehen, plaudern und Campari trinken.


Dienstag, 21. April 2015

Karimoku New Standard [Fuori Salone 2015, Mailand]
































[Fotos: C. Hoff]

Das japanische Label Karimoku New Standard hatte eine gute Idee: Es präsentierte seine neue Möbelkollektion in der Wohnung des Architektenduos Liverani/ Molteni in der Via Palermo 1 in Brera. In den atmosphärischen Altbauräumen waren ausgestellt: Stuhl und Tisch des in Porto lebenden deutschen Designers Christian Haas und ein Sofa des Schweizer Designbüros BIG-GAME. Zu den Neuheiten gereicht wurden japanische Süßigkeiten und Getränke. Auch noch schön: eine Regalleuchte von Le Corbusier, Entwurfsskizzen und schöne Glasdinge, die Christian Haas für die bayerische Manufaktur Theresienthal entworfen hat. Ein bisschen Klatsch und Tratsch gab es übrigens auch: Christian Haas eröffnet demnächst ein Restaurant in Porto und bringt eine Kollektion für Arita, ein Zusammenschluss von japanischen Keramikmanufakturen, auf den Markt. Dort arbeitet übrigens derselbe niederländische Art Director wie bei Karimoku New Standard.

www.karimoku-newstandard.jp

www.christian-haas.com

www.big-game.ch

Nachgelesen: Palazzi, People & Produkte



 













[Foto: C. Hoff; Designlines]

Mailand, 27 Grad. Der Wettergott hatte es gut gemeint mit den Salone-Besuchern. Jeden Tag Sonne und azurblauer Himmel, ehe es am Freitag zu regnen begann. Abends drängten sich Design-Enthusiasten aus aller Welt mit einem Glas Spritz in der Hand in den Showrooms der großen Möbelmarken, spazierten entzückt durch üppige Palazzi, wandelten im Orto Botanico, standen staunend im Kreuzgang des Klosters San Simpliciano. Weiterlesen ...

www.designlines.de