Donnerstag, 28. Januar 2010

Lesetipp: Weinverkostung in der Holzbox







[Fotos: Designlines/ Hoff]

Zugegeben, es fühlt sich schon ein wenig so an wie in einer Sauna. Nur dass es darin beileibe nicht so heiß ist. Wovon die Rede ist? Von einer hölzernen Box, in der man – erstaunlicherweise – Wein trinken oder teuren Vintage-Portwein verkosten kann. Ausgedacht haben sich dieses kleine architektonische Wunderwerk die Hausarchitekten des deutschen Küchenherstellers Bulthaup. Zum Artikel:

Bild des Tages



[Foto: Marco Stecher]

Web- und Ausstellungstipp: Alfred Messel



[Foto: Edition Minerva]

Ausstellung "Alfred Messel. Visionär der Großstadt" (Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin / Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, bis 21.2.2010

Alfred Messel (1853–1909) galt seinen Zeitgenossen als einer der bedeutendsten Architekten an der Wende zum 20. Jahrhundert. Zugleich Form- und Raumkünstler, verband Messel Schmuck, Körper und Funktion seiner Museen, Geschäftshäuser, Villen und Wohnbauten zu einer untrennbaren Einheit. Als universaler Stadtarchitekt seiner Zeit weit voraus, spiegeln seine beiden größten Werke, der Wertheimkomplex und das Pergamonmuseum, eine neue Vision selbstbewusster Großstadtarchitektur. Dennoch wurde Messel, den zahllose Nachrufe wie kaum einen anderen deutschen Architekten hymnisch feierten, rasch vergessen. Die Moderne der zwanziger Jahre konnte ihn, der seine Modernität nicht aus der Ablehnung der Tradition, sondern ihrer Vollendung schöpfte, nicht mehr als ihren Vorgänger sehen.

Dem Dritten Reich hingegen fiel es leicht, seine Modernität als Ausdruck seiner jüdischen Wurzeln zu verdammen, die Werke seiner nichtjüdischen Schüler aber hoch zu schätzen. Einhundert Jahre nach Messels Tod wird das OEuvre dieses Ausnahmearchitekten endlich auch öffentlich wieder entdeckt. Zwei der bedeutendsten Architektursammlungen in Berlin haben sich in einer idealen Projektgemeinschaft zusammengetan: das Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, das einen einzigartigen Bestand von rund 1.800 Entwurfszeichnungen Messels besitzt, und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin mit ihrer mehr als fünf Jahrhunderte umfassenden Architektursammlung. [Text: Architekturmuseum; gekürzt]

Archiv:

http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=51&sid=126143822564921&z=1

Ausstellung:

http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=441

Mittwoch, 27. Januar 2010

Freitag, 22. Januar 2010

Lesetipp: er, sie, ES



[Foto: ES]

Poesie, Literatur, Fotografie und noch mehr ist zu finden in der Ulmer Kunstzeitschrift "ES", die viermal im Jahr erscheint.

Flipbook der kompletten "ES"-Ausgabe von November 2009:

http://issuu.com/es-kunstzeitschrift/docs/esnovember


Zur "ES" im Netz:

http://www.kunstzeitschrift.es/

Ausstellungstipp: Marken und ihre Verpackungen in der DDR (1949-1989)



[Foto: Deutsches Verpackungs-Museum]

Im Deutschen Verpackungs-Museum in Heidelberg ist noch bis zum 8. März 2010 die Ausstellung "Marken und ihre Verpackungen in der DDR (1949-1989)" zu sehen.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Mauerfalls veranstaltet das Deutsche Verpackungs-Museum Heidelberg eine Sonderausstellung zum Thema Marken und Verpackungen der DDR. In Ostdeutschland gab es viele beliebte Markenpersönlichkeiten - noch heute denken viele nostalgisch an DDR-Marken zurück. Einige Ost-Klassiker haben sich auch nach der Wende etabliert, andere sind in Vergessenheit geraten. Für Westler bietet die Ausstellung interessante und ungewöhnliche Einblicke. In jedem Fall wird es spannend und aufschlussreich, beispielweise beim Vergleichen von Ost/West-Verpackungen. Vor allem jene deutscher Traditionsmarken, die während der deutschen Teilung getrennt weitergeführt wurden - wie etwa Fewa, Odol, Persil. [Text: Museum]


http://www.verpackungsmuseum.de/

Donnerstag, 21. Januar 2010

Bild des Tages



[Foto: Nadine Claudius]

Buchtipp: Less and More - The Design Ethos of Dieter Rams







Titel: Less and More
Untertitel: The Design Ethos of Dieter Rams
Herausgeber: Klaus Klemp, Keiko Ueki-Polet
Seiten: 808
Format: 19 x 23 cm
Ausstattung: vollfarbig, PVC-Cover im Schuber
Sprache: zweisprachig Deutsch / Englisch
Preis: 49,90 / CHF 84,90 / $ 78,00 / 45,00
ISBN: 978-3-89955-277-5

Produktvorstellung: Teppiche von Reuber Henning





Dienstag, 19. Januar 2010

Lesetipp: „Ich schaue in die Landschaft und träume“









[Fotos: C. Hoff]

Ein kleiner weißer Bus chauffiert die Besucher durch eine hügelige, waldige Landschaft mit bunten amerikanischen Schindelholzhäusern, bis er vor einem extravaganten Eingangstor zum Halten kommt. Auf dem großen, abfallenden Grundstück vor ihnen steht eine Ikone der Architekturgeschichte: das „Glass House“ des amerikanischen Architekten Philip Johnson aus dem Jahr 1949. Zum Artikel:

Lesetipp: Tanzende Punkte und schwingende Zeilen

Die Metropolen Chinas sind mehr als eine Kopie urbanistischer Ideen des Westens: Laut dem Soziologen Dieter Hassenpflug erfindet das Reich der Mitte die Stadt neu. Seine Ansichten öffnen die Augen. Auch diejenigen der Chinesen. Weiter zum Artikel von Matthias Daum in der NZZ:

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/kunst_architektur/tanzende_punkte_und_schwingende_zeilen_1.4533346.html

Samstag, 16. Januar 2010

Produktvorstellung: Holzobjekte von Ernst Gamperl







[Fotos: http://www.ernst-gamperl.de/]


Ausstellungstipp: Zlín - Modellstadt der Moderne



[Foto: Pinakothek der Moderne]

Bis zum 21.02.2010 zeigt die Pinakothek der Moderne in München die Ausstellung "Zlín - Modellstadt der Moderne".

Die Entwicklung der im Osten Tschechiens gelegenen Stadt Zlín im 20. Jahrhundert ist eng mit der Schuhfabrik Bat'a verbunden. Der Unternehmer Tomás Bat'a und sein Stiefbruder Jan Antonín ließen den kleinen Ort von 1923 bis 1938 wie ein riesiges Labor für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten ausbauen. Nach Plänen von Frantisek Lydie Gahura entstand über einem Gebäuderaster von 6,15 m x 6,15 m eine Stadt im Grünen mit weitläufigen Fabrikanlagen, Wohngebäuden sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen. Die Bat'a vereinten geschicktes Unternehmertum, fordistische Schuh-Serienproduktion und soziales Experiment. In der von Vladimír Karfík, einem ehemaligen Mitarbeiter Le Corbusiers, errichteten Konzernzentrale »21« ließ sich Bat'a ein Büro in Form eines zimmergroßen Aufzugs konstruieren, von dem aus er mit der ganzen Welt kommunizieren und gleichzeitig seine Arbeiter überwachen konnte. Die weltweit einzige, streng nach funktionalistischen Prinzipien errichtete Stadt wurde von vielen Politikern und modernen Architekten studiert und bewundert.

In der Ausstellung werden die architektonische Entwicklung und der sozialgeschichtliche Hintergrund Zlíns mit Modellen, Plänen, Fotografien und Filmen vorgestellt. Ergänzend werden die selbst in Fachkreisen kaum bekannten Planungen Le Corbusiers für Bat'a - Stadterweiterung von Zlín, weltweite Schuhläden, eine Fabrikanlage und ein Bat'a-Pavillon für die Weltausstellung in Paris 1937 - mit Originalzeichnungen und einem Modell präsentiert. [Text:Museum; gekürzt]

http://www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne/

Seiltänzerin ohne Netz

Mein Leben war ein Auf-dem-Seile-Schweben.
Doch war es um zwei Pfähle fest gespannt.
Nun aber ist das starke Seil gerissen:
Und meine Brücke ragt ins Niemandsland.

Und dennoch tanz ich und will gar nichts wissen,
Teils aus Gewohnheit, teils aus stolzem Zorn.
Die Menge starrt gebannt und hingerissen.
Doch gnade Gott mir, blicke ich nach vorn.

[Mascha Kaléko]

Webtipp: Mascha Kaléko



[Foto: http://kaleko.magiers.de/Mascha.jpg]

http://www.kaleko.ch/

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Ausstellungstipp: Juergen Teller - Logisch!







[Fotos: Juergen Teller/ Kunsthalle Nürnberg]

In der Kunsthalle Nürnberger ist bis zum 14. Februar 2010 die Ausstellung "Juergen Teller. Logisch!" zu sehen.

Der in London lebende Juergen Teller (*1964 in Bubenreuth/Erlangen) zählt zu den gefragtesten Mode- und Werbefotografen der Gegenwart. Sein künstlerisches Markenzeichen wurden zu Beginn der 1990er Jahre authentisch und ehrlich wirkende Bilder und Porträts, die Models und Popstars in privaten Momenten und abseits der Kulissen glamouröser Inszenierungen fokussierten - oder aber den Klischees von Schönheit und Perfektion ironische Brechungen hinzufügten. Legendär wurden die Porträts von dem US-amerikanischen Grunge-Sänger Kurt Cobain und seiner Band Nirvana auf ihrer Nevermind-Tournee 1991, oder die 1996 entstandenen Fotoserie Versace-Heart mit Aktaufnahmen des Supermodels Kristen McMenamy. Letztere widersprachen dem in der Mode-industrie gängigen Klischee perfekter Oberflächen und glatter Schönheit, weil sie das Model erschöpft, nackt und ungeschminkt zeigten. Dieser neue Blick revolutionierte die Modefotografie und ist bis heute ein prägnantes Merkmal von Juergen Tellers individuellem Stil geblieben. [Text: Museum; gekürzt]

http://www.kunsthalle.nuernberg.de/index.html

Freitag, 15. Januar 2010

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Buchtipp: Brave New World

Die komplette Ausgabe von "Brave New World" von Aldous Huxley ist online zu finden unter:

http://www.huxley.net/bnw/one.html

Lesetipp: Eating the Universe - vom Essen in der Kunst







[Fotos: Designlines/ Kunsthalle Düsseldorf]

„Wenn alle Künste untergehn, die edle Kochkunst bleibt bestehn“ – das sagt nicht nur der Volksmund, auch der Schweizer Künstler Daniel Spoerri hat sich dieses Motto zu eigen gemacht. In Spoerris Werk spielt Essen eine bedeutende Rolle, gilt er doch als Erfinder der sogenannten Eat Art. Diese integriert veritable Lebensmittel und alltägliches Tafelgeschirr in die Kunstwerke. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Essen und Nahrung werden zur Kunst erhoben. Diesem Phänomen widmet die Kunsthalle Düsseldorf die umfassende Schau „Eating the Universe: vom Essen in der Kunst“. Ausgehend von Spoerris Werk werden in der Ausstellung 23 zeitgenössische Positionen zum weiten Feld des Essens und der Nahrungsaufnahme präsentiert. Weiter zum Artikel:

Samstag, 9. Januar 2010

Buchtipp: Schnee. Rohstoff der Kunst



[Foto: Hatje Cantz]

Ein Muss für alle Schneeliebhaber: Mit rund 180 Werken bietet der Band einen facettenreichen kunst- und kulturhistorischen Überblick, der aufzeigt, wie Künstler von 1800 bis heute den Schnee – seine glänzende weiße Pracht wie seine dunklen Seiten – ins Bild gesetzt haben. Der Reigen setzt ein mit der künstlerischen Eroberung der Alpenwelt in der Vorromantik. Die Künstler um 1800 begreifen Schnee nun als ästhetisches Phänomen – die bedrohliche Naturgewalt mutiert zur weißen, verschneiten Wildnis. Künstlerischen Ausdruck findet der Schnee in der Folge auch in der berühmten Pleinair-Malerei der Impressionisten, etwa bei Monet oder Signac. Andere Künstler von Weltrang wie Segantini, Kirchner oder Dix geben Einblick in die Variationen des Motivs in Symbolismus, Expressionismus und Neue Sachlichkeit. Schneebilder der frühen Fotografie, Beispiele von Tourismuswinterplakaten, Spiel- und Dokumentarfilmen sowie ausgewählte Positionen zeitgenössischer Kunst, darunter Peter Fischli und David Weiss, spannen den Bogen über das 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. [Text: Verlag]

Schnee Rohstoff der Kunst
Hrsg. Tobias G. Natter, Vorwort von Tobias G. Natter, Text von Sabine Dettling, Magdalena Häusle, Christian Maryska, Ute Pfanner, Barbara Stark, Gerhard Strohmeier, Beat Stutzer, Tilman Treusch, Thomas Trummer, Manfred Tschaikner, Bernhard Tschofen u.a.
Deutsch
2009. 312 Seiten, 204 farbige Abb.
25,40 x 30,50 cmgebunden mit Schutzumschlag
Lieferbar
ISBN 978-3-7757-2430-2


Produktvorstellung: Kochplatte





[Fotos: Architonic]

Eine Kochplatte aus Porzellan, gestaltet von der schwedischen Designerin Isabelle Olsson.


Donnerstag, 7. Januar 2010

Bild des Tages



[Foto: C. Hoff]

Lesetipp: Im Gespräch mit Marcel Wanders







[Fotos: Designlines]

Der 1963 im niederländischen Boxtel geborene Designer Marcel Wanders ist das Enfant terrible der Designszene. Nicht nur, dass er von der Design Academy Eindhoven wegen Unbelehrbarkeit verwiesen wurde und sich mit goldener Clownsnase inszeniert, auch die von ihm gestalteten Produkte und Interieurs sind alles andere als zurückhaltend. Da darf es schon mal blinken, glitzern und üppig sein – Wanders hat keine Angst vor Kitsch und betrachtet das Design mit einem Augenzwinkern. Neben Interieurs, Möbeln und Accessoires hat Wanders für den italienischen Leuchtenhersteller Flos gleich zwei Lampen entworfen, die es bereits jetzt in den Designklassiker-Himmel geschafft haben: die romantisch angehauchten Pendelleuchten „Skygarden“ und „Zeppelin“. Aber auch an holländische Gestaltungstradition hat er sich gewagt und das berühmte blau-weiße Delfter Porzellan neu interpretiert. Wanders, der auch leidenschaftlicher Fotograf ist, arbeitet von seinem Amsterdamer Studio aus für Unternehmen wie B&B Italia, Boffi, Magis, Droog Design, Moroso, Bisazza und Cappellini. Er ist Gründer, Art Director und Mitbesitzer des Designlabels Moooi. Wir haben mit Wanders in Berlin über die Planbarkeit des Lebens, das gemeinsame Kneten mit seiner Tochter und das Denken in Schubladen gesprochen. Zum Interview:

http://www.designlines.de/im_gespraech/Marcel-Wanders_886965.html