Dienstag, 29. Dezember 2015

Happy New Year*



























[Foto: C. Hoff]

Friedensglocke, Hiroshima.

Freitag, 11. Dezember 2015

Heute in Berlin: Launch Bjørn Wiinblad Denmark

































(Fotos: C. Hoff)

Wer ist Rosalinde? Sie ziert ein Schokoplättchen, das man nicht kaufen kann. Und Tassen, Tabletts, Servietten und Vasen noch dazu. Rosalinde ist eine Figur des dänischen Künstlers, Bühnenbildners und Designers Bjørn Wiinblad. Sie lächelt charmant und hat eine Frisur im Afro Look. Die dänische Rosendahl Design Group hat heute im Hotel Das Stue in Berlin sein neues Label Bjørn Wiinblad Denmark vorgestellt. Dafür ist man ins Archiv abgetaucht und hat im Blauen Haus des Künstlers nahe Kopenhagen Tausende von Zeichnungen gesichtet. Herausgekommen ist eine Kollektion mit meist multifunktionalen Stücken: Vasen, Schalen, Becher, Henkeltassen, Etageren, Textilien wie Tischdecken, Geschirrtücher und Topflappen. Überschwemmt mit den entzückenden Frauengesichtern, Blumen, Vögeln, Ornamenten. Schlicht in der Form und farbenfroh, glänzend in Silber und Gold. Genau wie der Künstler sich durchaus aufmüpfig durch den dänischen Funktionalismus der Sechziger bewegte, traut sich auch Rosendahl durchaus was! Denn schaut man sich sonst um, dominieren fast immer schlichte Dinge ohne Dekor, jedenfalls bei den skandinavischen Herstellern. Man darf gespannt sein, ob die Marke in Deutschland funktionieren wird. Zu haben sind die fröhlichen Dinge in Deutschland ab Februar 2016.

www.bjornwiinblad-denmark.com

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Flower Power: Archive Trails (Little Greene)




























(Fotos: Little Greene)

Little Greene ist ins Archiv abgetaucht und hat sieben neue Tapeten entwickelt. Die zehnte Kollektion Archive Trails eine heitere Hommage an Tapeten mit Blumenranken, die aus einer Reihe angesehener Archive stammen wie beispielsweise English Heritage und der Whitworth Art Gallery in Manchester sowie historischen Dokumenten aus Frankreich. Einfach schön, wie Vögelchen auf zweigen summen und knallbunte Blüten über die Wände ranken. Traut Euch!

www.littlegreene.de

Schmucke Kästen
















(Foto: Brigida Gonzalez; Designlines)

Côte d’Azur? Waldstetten-Wißgoldingen! Das Haus des Schmuckdesigners Georg Spreng überrascht mit architektonischer Strenge, die geschickt durchbrochen wird. Man nehme: ineinandergeschobene Kuben, die mit quadratischen Fliesen verkleidet sind. Ein Patio mit Gingkobaum und ein azurblauer Swimmingpool. Gleißendes Weiß, das auf Neonfarben trifft. Weiterlesen:

www.designlines.de

Dienstag, 8. Dezember 2015

Im Nebel [Elbphilharmonie & Hafencity, Hamburg]



























[Fotos: C. Hoff]

Wir überqueren die Brücke. Am Geländer hängen: Tausende von Schlössern, die Liebe bekunden sollen. Wir sehen nicht, wohin wir gehen. Grau und Nebelverhangen der Himmel. Kehrwieder, so heißt die Adresse. Vorher laufen wir über einen Teppich. Mit Fransen und Orientmuster. Auf Asphalt gemalt. Weil hier schon immer die Teppichhändler waren im Hamburger Hafen. Ein Raddampfer nähert sich. Er ist eher zu hören als zu sehen. Fährt Richtung Elbphilharmonie. Die nie zu enden scheint und verschwindet im Hamburger Nebel.

Tai Ping (Showroom, Hamburg)






























(Fotos: C. Hoff)

Ein feines geometrisches Muster wie in den Sechzigern. Teppiche mit ziemlich komplizierten Reliefs. Orientalisches, verwaschen und verfremdet. Feinste Webereien der Manufacture Cogolin aus Südfrankreich. Seide, 3000 Euro pro Quadratmeter. Für Yachten und große Häuser. Zu Besuch im Showroom des Teppichherstellers Tai Ping im Hamburger Slomannhaus. Gleich gegenüber von der Elbphilharmonie an einem nebeligen Herbsttag.

taipingcarpets.com

Broken Bowl von Maximilian Schmahl [Alessi]























[Fotos: Alessi]

Unzählige Schalen gibt es bereits von Alessi, nun kommt im Frühjahr 2016 noch eine hinzu. Ein besonders auffälliges und dennoch schlichtes Exemplar heißt Broken Bowl und ist ein Entwurf des Berliner Designers Maximilian Schmahl. Die Schale ist in der Mitte "entzwei gebrochen" und erzeugt zwei leicht gekippte Hälften. Broken Bowl besteht aus Edelstahl und ist in Hochglänzend oder in mattem Schwarz erhältlich. Schön!

www.alessi.com


Freitag, 4. Dezember 2015

Lesetipp: Wuchtig in Vancouver






















[Fotos: Scott and Scott Architects; Designlines]

Am Fuße von Grouse Mountain im kanadischen North Vancouver hat das Architekturbüro Scott and Scott Architects ein Haus aus den Fünfzigern renoviert und umgebaut. Ein luftig heller Open Space holt den Wald ins Innere. Mit dabei: Fensterfronten, Balkendecken, Vintage-Möbel und ein großer Brocken Marmor. Weiterlesen:

www.designlines.de

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Angeschaut: Porzellandesign von Hering Berlin (Haus am Waldsee, Berlin)





















 





 
(Fotos: Claudia Simone Hoff)

Stefanie Hering
Porzellandesign von Hering Berlin
4. Dezember 2015 bis 7. Februar 2016
Haus am Waldsee, Berlin

Die Sonne wirft Schatten im Haus am Waldsee. Eine Wand voller Teller. Stefanie Hering steht davor und freut sich über ihre Ausstellung, die morgen eröffnet wird. Aufgetürmt zu einer schneeweißen Skulptur: Schalen und Vasen aus Biskuitporzellan. Hunderte von kleinen Löchern auf der Tellerfahne. Schmale, sehr hohe Vasen. Zeichnungen, die einen Becher zeigen, der einmal aus Porzellan gefertigt werden wird. In der Porzellanmanufaktur von Reichenbach in Thüringen. Neben dem Kronleuchter aus Rauchglas steht ein reich gedeckter Tisch. Von dort geht der Blick hinaus auf den kleinen See, über kahle Bäume und über eine abschüssige, noch zartgrüne Wiese. Auf dem Tisch: ein wunderbares Stillleben aus Porzellan, mit und ohne Dekor. Aufgesprungene Granatäpfel, unbekannte Pflanzen, Zweige, Amaryllis in Weiß und in Rot. Weihnachten naht. Auf der anderen Seite des Tisches grüßt der ferne Orient. Gewürzberge türmen sich als Pyramiden. Golden und tiefblau glänzen die Dekore. Schaut man weiter in dem schönen Raum umher, entdeckt man einen russischen Samowar vor fragiler Samtsitzbank. Es wird Tee ausgeschenkt, gleich gegenüber der Bar, die mit Glaskunst von Theresienthal (designed by Hering Berlin) lockt. Römer, Karaffen, Wassergläser. In Holz geblasen und mit Oberflächen, in denen sich das Licht bricht. Es geht eine Treppe hinauf, vorbei an einer blauen Wand. Stefanie Hering hat einen Schwamm in der Hand und trägt Schelllack auf. Es macht so viel Arbeit, einen Teller zu formen. Oder eine Tasse. Erst recht eine Teekanne, die aussieht wie in Asien. Die Sonne wirft noch immer Schatten im Haus am Waldsee. Während wir Kaffee trinken aus Stefanie Herings Bechern und uns spiegeln in einer Glasur wie tiefes Wasser.

www.heringberlin.com